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3 Doors Down – Gasometer

3 Doors Down – Gasometer

„I took a walk around the world to ease my troubled mind…” mit einem Zwischenstopp in Wien. Am 1. März gastierten 3 Doors Down im Rahmen ihrer seit Monaten ausverkauften „Time Of My Life“ Tour im Gasometer – mit von der Partie waren auch Seether!

 

Bevor wir das Gasometer überhaupt erreichten, kamen uns bereits Fans entgegen, die noch verzweifelt auf Kartensuche waren. Den Letzten beißen eben die Hunde, wie es so schön heißt. Doch nicht bei diesem Konzert. An der Abendkassa erfuhren wir, dass der Ticketbestand noch um eine geringe Stückzahl aufgestockt wurde. Wusste nur eben niemand.

Um 19:30 war dann Einlass und man musste sich schon fast beeilen, um die Jacken abzugeben und sich noch schnell ein Bier an der Bar zu krallen, denn Seether begannen auf die Minute genau um 20 Uhr. Die Halle war gleich von Beginn an gerammelt voll. Wen wundert’s bei so einem Support? Mit einer schon fast zu brachial verzerrten Gitarre wurde als Erstes „I’m The One“ in Angriff genommen. Shaun’s Gesang war von Anfang bis Ende perfekt und war schon fast besser als auf der CD! Nur leider stand er über den gesamten Auftritt wie angewurzelt vor seinem Mikro. Der Bassist, Dale hingegen machte Stimmung und bewies seine Gitarrenkünste unter anderem bei Akustiksongs wie „Broken“. Nach ungefähr 50 Minuten endete der Auftritt mit dem Song „Remedy“ und einem Seitenriss an Shaun’s Gitarre, was aber durch eine perfekte Improvisation des Schlagzeugers und Bassisten nicht mal auffiel.

Für den Bühnenumbau brauchten die Roadies nicht ganz eine halbe Stunde und kaum war man von der Zigarettenpause zurück, ging es schon wieder weiter. Ein schwarzer Vorhang verhüllte die hintere Hälfte der Bühne und ließ einen nur munkeln, was sich wohl dahinter verbarg. Mit dem Song „Time Of My Life“ eröffneten 3 Doors Down die gleichnamige Show, der Vorhang wurde entfernt und vor einer riesigen Videowall wurde das Schlagzeug auf einer imposanten erhöhten Bühne zur Schau gestellt und öffentlich von dem Drummer Greg im positiven Sinne malträtiert. Die anderen Mitglieder der Band stürmten die Bühne und forderten das Publikum sofort auf Mitzuspringen und hatten so richtig Spaß. Bis auf einen: Der Gitarrist Matt Roberts hatte einen Blick, den sonst nur frisch verprügelte Schuljungen haben und denen auch noch zusätzlich das Jausengeld geklaut worden war. Aber darauf wollen wir ja nicht rumreiten.

Einen ganz besonderen Moment hatte ein Fan mit Sänger Brad Arnold, als er einen Drumstick nahm und ihr persönlich in die Hand drückte. Natürlich versuchten mehrere Hände gleichzeitig den Stick zu schnappen, doch Brad zog das heiß umworbene Stück wieder zurück mit einem Blick, der eindeutig sagte: Nein, der ist für sie bestimmt! Anschließend überreichte er ihr den Stick. So macht man sich Fans fürs Leben. Brad ist sowieso ein sehr sympathischer Kerl der sich auch nicht scheut in das Publikum zu springen und sich gezählte 8-mal mit den Worten: „Thank you so much, my friends. God bless you!“ bedankt. Bei „Here Without You“ war vor allem bei dem hohen weiblichen Fananteil verliebtes Mitsingen angesagt, und als Abschluss wurde „Not My Time“ zum Besten gegeben, während das offizielle Video in gekürzter Fassung auf der Videowall präsentiert wurde. Es gab wieder eine kurze Pause, während alle verschnauften und ihre Energien für die Zugabe sammelten, die nicht lange auf sich warten ließ. Schließlich kam der Song „Kryptonite“, auf den alle so gespannt warteten. Schwerstens motiviert schrie die gesamte Halle den Refrain mit und der Drummer zeichnete sich ein weiteres Mal aus, in dem er zwischendurch immer wieder aufstand, um im Stehen weiterzuspielen und die Becken zerschlug als würde es kein Morgen mehr geben. „When I’m Gone“ wurde als Letzter performt und nach eineinhalb Stunden ging ein spitzen Auftritt und extrem geiler Abend zu Ende. An der Bar trafen wir dann noch Dale Stewart, den Bassisten von Seether, der sich nicht zu schade war, auf ein Bier mit seinen Fans zu gehen, was uns besonders überraschte.

In diesem Sinne: Thank you so much, my friends. God bless you!

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