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3 Feet Smaller im Interview

3 Feet Smaller im Interview

Vor ihrem letzten Konzert in Wien und der anstehenden Pause standen uns die Herrennoch ein mal Rede und Antwort. Was sie zur vorübergehenden Trennung sagen, wie es jetzt weiter gehen soll und wofür sie sich heute schämen, lest ihr exklusiv hier!

 

Ihr habt ganz Österreich mit der Nachricht eurer vorläufigen Trennung geschockt. Wie schwer fiel euch der Entschluss?
Roberto Franko: Der Entschluss fiel uns nicht leicht, aber nach den sehr intensiven 2,3,4 Jahren ist es einfach notwendig, mal unsere Batterien aufzuladen, um sich dann wieder fokussieren zu können.

Also habt ihr nach zwölf Jahren nicht einfach die Schnauze voll voneinander?
Roberto Franko: Nein überhaupt nicht! Wir haben letztes Jahr 100 konzerte gespielt, davor immer so 70 – 80…es ist einfach viel.

Bleibt ihr während der Pause privat in Kontakt?
Roberto Franko: Auf jeden Fall! Aber nicht mehr als vorher…
The General: Sagen wir gleich viel!

Könnt ihr garantieren, dass es eine Pause bleibt und ihr euch schlussendlich nicht doch auflöst?
The General: Das werden glaube ich die nächsten Monate mal zeigen. Geplant ist nichts, aber Marcus macht ja Projekte und jeder will sehen, was die nächsten Monate bringen oder die nächste Zeit. Wir wissen ja eben selber nicht, wann jetzt der Punkt ist, zu sagen ‚okay, jetzt sind wir wieder mit 100% dabei und machen genau das, was wir mit 3 Feet Smaller machen wollen.‘ – Gas geben und Konzerte spielen und alles. Das macht es so schwer! Deswegen kann man das jetzt nicht so sagen. Es ist nicht geplant nie wieder miteinander zu spielen, aber keine Ahnung.. muss man schauen!

Was erhofft ihr euch von der Pause, als Band aber auch als Einzelpersonen?
Roberto Franko: Wie gesagt, dass die leeren Batterien wieder aufgeladen sind. Als Einzelperson kann ich nur von mir sprechen, ich werd auch bei anderen Projekten was machen. Vielleicht dadurch neue Kreativität schöpfen, neue Ideen bekommen, die dann 3 Feet Smaller auch beeinflussen werden. Einfach mal den Fokus eine Zeit lang woanders hinlegen, um sich neue Ideen zu holen.
The General: …Kreativität und Energie tanken. Jedes Ende ist irgendwie auch ein gewisser Neuanfang, auch für einen selbst! Wir werden sehen, wie sich diese Phase für jeden auswirkt und was sich dann für jeden tut.


Andere Projekte also – gibt es da schon was Konkretes?

Roberto Franko: Ich spiel jetzt öfter mal als Live-Drummer bei diversen Projekten mit. Das ist ganz was anderes, musikalisch. Es geht von Elektro bis Pop. Mal schauen was so die musikalische Vielfalt in Österreich, die es ja anscheinend gibt, bringt. Und wir machen auch was gemeinsam (zeigt auf The General, Anm. d. Red.). Ansonsten Kebap verkaufen, Dürüm wickeln,…
The General: Falafel wickeln..
(lachen)

Man muss sich ja ausleben, auf verschiedenste Weise!
Beide: Genau! (grinsen)

Wenn ihr auf die letzten Jahre zurückblickt. Gibt es Dinge, die ihr bereut oder euch heute peinlich sind?
Roberto Franko: Peinlich..?! Also mir persönlich ist das Cover des zweiten Albums peinlich und unser Outfit! Sonst würd ich sagen Nein, ich bereue keine einzige Sekunde!
The General: Das ist auch das Gute an der vorläufigen Pause, es gibt nichts zu bereuen oder irgendwas. Es gibt nichts, wo man sagt ‚Das und das war jetzt so schlecht und scheiße, dass mans nie wieder machen will‘. Da muss sich keiner was vorwerfen. Es war eine super Zeit!

Was werdet ihr am meisten vermissen?
The General: Sommerfestivals!
Roberto Franko: Also ich persönlich das Touren an sich, weil ich wirklich sehr gern auf der Bühne steh! Deswegen freu ich mich auch auf die anstehenden Konzerte.

Erlebt ihr die handvoll Konzerte, die ihr noch spielt jetzt anders? Werdet ihr nostalgisch?

Roberto Franko: Ein bisschen schon.. aber eigentlich freu ich mich drauf.

Also bestimmt jetzt die Freude und der Rest kommt erst danach?
Roberto Franko: Ja… Aber frag mich das am besten vor dem letzten Konzert noch mal!


Gerade spielt ihr Rahmen der „Nova Rock Warm Up Tour“. Was mögt ihr mehr, Auftritte auf Festivals oder eigene Konzerte?

The General: Es ist beides super, aber halt unterschiedlich. Wenn man auf Sommerfestivals spielt, ist halt das Grandiose das ganze Drumherum; dass man tolle Bands sieht, die einen selbst interessieren, dass man natürlich auch vor Leuten spielt, die einen nicht kennen oder auch nicht mögen. Auf eigenen Konzerten ist es meistens ja schon so, dass es ein Publikum ist, das die Songs auch kennt. Das Ganze ist dann in einem viel intimeren Rahmen… Es hat beides seine Reize und macht beides einfach Spaß!

Das Wetter ist heute ziemlich unbeständig. Stört euch Regen bei Open Air Konzerten?
Roberto Franko: Uns nicht, denn Bühnen sind meistens überdacht! (lacht) Aber ehrlich gesagt haben wir in den vielen Jahren immer ziemliches Glück gehabt, es gab echt nur eine handvoll Open Air Shows, die verregnet waren und wir haben ja doch einige gespielt! Die waren dann aber trotzdem irgendwie okay.. viele Festivalbesucher zelebrieren das dann richtig, den Schlamm, den Matsch. Die denken sich dann ‚Alles scheiß egal, hauptsache es wir gerockt!‘. Heute glaube ich aber bleibt es so. (Er behielt Recht, Anm. d. Red.)
The General: Heute ist die Frage natürlich, wie viele sich für ein kurzes Konzert aufraffen. Aber bei einem Festival, wenn die Leute schon dort sind und sowieso gut drauf glaub ich macht das wenig Unterschied. Gerade in so Ausnahmesituationen mit viel Matsch und allem, wie der Frank schon sagt. Ich kann mich erinnern, da haben wir mal auf dem Open Flair gespielt. Da hat es zum Glück gerade nicht geregnet, aber der ganze Boden war voll mit Heu.
Roberto Franko: Nassem Heu!
The General: Ja, und die Ansage war dann einfach; jeder soll Heu in die Hand nehmen und bei vier werfen es alle in die Höhe! Da kommen halt solche Sachen zustande. Die Leute sind komplett dreckig und scheißen irgendwie noch mehr auf alles. Nach dem Motto „jetzt geb ich noch mehr Gas, es ist ja eh schon egal, ich bin eh schon nass und dreckig“. Bei großen Festivals – egal!

Jetzt könnt ihr noch direkt das Wort an eure Fans richten!
[audio: http://k005.kiwi6.com/hotlink/5a28yg9k53/3fs_letzte_worte.mp3 ]

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