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Alter Bridge im Interview

Alter Bridge im Interview

Beim letzten Auftritt im Gasometer haben wir Drummer Scott Phillips von Alter Bridge getroffen und unter anderem über Charaktere und Gewohnheiten in einer Band gesprochen. Tipp an die Fans: Die letzten Worte sind ehrlich rührend.

Nur noch ein paar Stunden bis zu euren Konzert im Gasometer. Wie bereitest du dich vor? Finger und Arme aufwärmen vielleicht?
Ein bisschen schon. Wir machen alle verschiedene Dinge. Myles singt eineinhalb Stunden vor einem Gig, er hat ein striktes Ritual und das dauert immer ca. eine Stunde, bis er seine Stimme aufgewärmt ist, manchmal auch länger, das kommt auf die Tagesverfassung an. Mark spielt viel Gitarre, Brian spielt ein bisschen Bass. Ich dehne und strecke meine Arme und Finger. Wir haben alle unsere Rituale.

Ihr seid mitten in eurer „ABIII“ Europa und UK Tour. Wie gefällt es dir bisher?
Es war phänomenal bisher. Heute Abend ist die letzte Show in Europa, dann kommt UK dran für einige Shows. Wir sind aufgeregt, das Fans sind immer fantastisch.

Auf eurer Website gibt es ein Video namens „A Tribute To Our Fans“. Schaut aus, als wäre euch die Beziehung zu euren Fans besonders wichtig. Was war das Witzigste oder Verrückteste, das dir mit einem Fan je passiert ist?
Etwas wirklich Verrücktes…hm… Da waren ein paar. (lacht) Unsere Fans sind wirklich leidenschaftlich, wir haben großes Glück was das betrifft. Sie zeigen uns so oft ihre Begeisterung und Bewunderung. Und alles was wir tun, machen wir schließlich für die Fans. Ich weiß nicht, ob mir jetzt eine bestimmte Story einfällt, die wirklich heraussticht. Die meisten Erfahrungen waren eher ruhig und entspannt, nicht so richtig verrückt, Fans die einfach mal Hallo sagen wollten.

Im Video sieht man einen ganzen Haufen Fans, die Statements abgeben wie cool ihr seid, und welch großartige Musiker und dass sie euch lieben. Fühlt man sich ein bisschen stolz, wenn man sowas hört?
Ja! Es ist fantastisch, wenn die Leute schätzen, was du tust, um deinen Lebensunterhalt zu verdienen. Wir sind sehr froh, in dieser Position zu sein.

Was Musik und Instrumente betrifft, sind die Rollen in einer Band klar: Stimme, Gitarre, Bass, Schlagzeug. Wie steht es mit den Charakteren? Gibt es bei euch den Verrückten, den Ruhigen und so weiter?
Ja, aber die Rollen können jederzeit auch tauschen. (lacht) Myles ist normalerweise der Lustige, er ist ein echt lustige Kerl und eine wirklich gutherzige Person. Mark….hm… er liebt es einfach Gitarre zu spielen. Ich glaube einen guten Sinn für Humor haben wir alle. Brian und ich tendieren dazu, die Verrückten zu sein. Das alles kommt immer ein bisschen auf die Situation im Tourbus an. Wir alle lieben es, eine gute Zeit zu haben, in lokale Bars zu gehen, Leute zu treffen.

Es gibt da diesen Ausdruck, dass ein Autor eine fantastische Story erfinden kann, egal wo er gerade ist und egal auf welchen noch so winzigen Stück Papier. Wie ist das für dich als Drummer? Kannst du mit allen Sticks eine fantastische Show abliefern oder brauchst du ganz bestimmte?
Hm, ich habe natürlich meine eigenen Drumsticks, eine besondere Art von Sticks, mit denen ich spiele. Sicher habe ich Shows mit anderen gespielt. Wenn du mir ein anderes Paar Sticks und ein anderes Drumset gibst, kann ich eine Show natürlich spielen, aber mit den eigenen Sachen fühlt man sich einfach am wohlsten. Es ist wie bei den Gitarristen. Technisch umgehen könne sie sicher mit allen Gitarren, aber jeder hat seine bestimmte. Und das Wohlfühlen macht schon einen Unterschied beim Spielen. Aber ich stimme zu, jeder Autor, Musiker und so weiter, der gut ist, kann mit allem was Gutes hervorbringen.

Vor einiger Zeit (12.11., Kolding, Dänemark) musstet ihr eine Show wegen Krankheit absagen. Traurig, aber verständlich. Ich kann mir vorstellen, dass das für eine Band ziemlich ungemütlich ist. Für dich persönlich, wo ist der Punkt an dem du sagst: Das ist zuviel, ich kann heute nicht spielen?
Ich denke, Mark, Brian und ich haben immer durch das Kranksein durchgespielt. Wir haben hunderte, tausende Shows gespielt und sicher einige davon krank. Aber für Sänger ist das natürlich schwieriger. Ich kann Halsschmerzen haben, aber meine Arme und Finger kann ich trotzdem nutzen. Myles hatte eine starke Verkühlung und war einfach nicht in der Lage, zu singen. Wir waren da in einem richtig engen Zeitplan, drei Tage hinereinander Show, einen freien Tag, dann wieder drei Tage Show und so weiter. Also sechs Shows pro Woche immer. Und wenn du nur einen freien Tag hast, hast du keine Chance, dich von einer Krankheit zu erholen. Die Fans kommen immer zuerst und wir hassen es, eine Show zu canceln, aber da gab es einfach keine andere Möglichkeit.

Wie stehts mit Weihnachten, feierst du das?
Ja auf jeden Fall.

Riesen Party mit der Familie?
Ja, mit Familie und Freunden und ich habe eine acht Jahre alte Tochter. Santa Clause ist also noch ein wichtiger Teil von unseren Weihnachtsfeierlichkeiten. Meine Mum und mein Dad sind dabei, die Familie meiner Frau aus Tennessee. Es geht einfach um das Zusammenkommen mit Freunden und Familie.

Und verschenkst du viele Päckchen?
Geschenke sind natürlich ein wichtiger Punkt, aber im Großen und Ganzen steht doch die Familie und das Zusammensein im Mittelpunkt.

Letztes Jahr habt ihr „AB III“ rausgebracht. Für alle Fans, die schon sehnsüchtig warten: Wann können wir mit dem nächsten rechnen?
Das ist eine große Frage. Myles ist dabei, seine Aufnahmen mit Slash zu beenden und wird dann mit ihm touren für den Großteil des nächsten Jahres. Mark, Brian und ich werden wieder etwas mit Creed machen nächstes Jahr, es gibt neues Material. Ich weiß noch nicht, ob es für ein ganzes Album reichen wird, aber sind einige neue Songs. Ein paar Touren sind geplant. Wenn dann also Myles seine Sache mit Slash gemacht hat und wir unser Ding mit Creed werden wir uns zusammensetzen und über ein neues Alter Bridge Album reden, also 2013 oder so. (lacht)

So, dann bleibt nur noch: Vielen Dank für das Interview und die letzten Wort sind für eine Message an eure Fans:
[audio: http://www.enemy.at/wp-content/uploads/2012/01/alterbridgelw.mp3]

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