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Auf Deutschland Tour mit Kommando Elefant – Teil 2

Auf Deutschland Tour mit Kommando Elefant – Teil 2

Freitag, 7. Dezember 2012

Euphorisch zu spät zum Frühstück angetanzt und statt Schimpfa bekamen wir von der süßen Frühstückswächterin sogar noch Eierspeis mit Schinken serviert! Leipzig war sehr gut zu uns. Dementsprechend freuten wir uns auf Chemnitz, dem nächsten Stopp unserer Tour. Schnell noch zum Werk 2 unser Zeug einladen, mit unseren Auspuffgasen den ganzen Laden verstunken, und weiter ging’s auf die Bundesstrasse nach Chemnitz, weil unsere Navilady es gern rustikal und gemütlich hat. Auf Chemnitz freuten wir uns ungemein, sind doch unsere neuen BFFs von Kraftklub aus dieser Karl Marx Stadt. Und wenn sie uns schon nicht supporten, schicken sie zumindest ihre Mamas vorbei, haben sie uns mal versprochen.

Viel zu früh kamen wir in Chemnitz an, fanden den Klub nicht und setzten uns deshalb in ne verrauchte Bahnhofskneipe, wo wir erst nach mehrfachen Bierbestellungen das Misstrauen der Einheimischen zerstreuen konnten. Besser noch, nach diversen Auf-unseren-Tisch-Geklopfe – keine Ahnung, was das sollte, setzte sich unser neuer besoffener Manager vom Nebentisch hinzu und erklärte uns die musikalische Welt von Chemnitz. Im Klub nebenan tat sich auch überhaupt nichts und im Endeffekt saßen wir drei Stunden in dem Beisl von Klaus und tranken unglaublich labbriges Kaffewasser, Pfeffi-Schnaps, und dann doch Bierchen. Da kann man halt nix falsch machen.

Halbe Stunde zu spät sperrte uns dann der Klub auf, wo wir die Nacht rocken sollten. Blöd nur, dass die Jungs dort vergaßen, dass heut ne Band spielt. Deshalb wurde erst gemütlich Bühne, Mischpult und irgendwelche Conrad-Lautsprecher in diverse Ecken gestellt. Irgendwie war der ganze Klub eher so eine Art Dark-Wave-Gangbang Schuppen und wir fühlten uns etwas deplatziert. Und es war arschkalt. Dafür gab’s komische Pizza und Soletti-Scrabble. Mit vier Stunden Verspätung durften wir dann die ersten Töne rausschicken, das aufwendigst mikrofonierte Schlagzeug wurden dann doch nicht auf die Anlage geschickt, wozu auch? Phantom Power für unsere Effekt-Kasteln gab’s auch nicht. Das heißt nämlich in Chemnitz „PHANTÖÖÖM“. Dauerte alles seine Zeit. Und doof auch, dass keiner kam. Also wirklich keiner. Nichtmal unser neuer Manager vom Beisl vom Klaus. Etwas geknickt wieder alles ins Auto verladen, Kühlschrank geplündert und eine Doku über die Band Pentagramm angesehen. Untergebracht waren wir diesmal in der Privatwohnung einer Klavierlehrerin mit Marmor-Pianino.

Samstag 8. Dezember 2012

 

Kommando Elefant gemeinsam mit Elster Club in Berlin

Frühstück gab’s lecker, Auto stand auch noch da, unser alter Hommie Niklas kam am Vorabend extra aus Hamburg angereist, um mit uns Chemnitz zu rocken. Doofer Plan. Ab ins versaute, eiskalte Auto und über verschneiteste Autobahnteilstücke, die jeder winterlichen Kitschpostkarte das Fürchten lehrte, ging’s Richtung Berlin – bekanntlich die Hauptstadt von Deutschland. Der Vordersitz unseres Volkswagen-Tourbusses war irgendwie nicht mehr zu verwenden weil der Luis auf der Fahrt auf einer Tafel Schokolade Platz nahm, die den Autositz mit einer leckeren Schoko-Glasur überzog.

Berlin ist immer eine Reise wert und da wir bereits nachmittags ankamen, stand individuelle Zeitgestaltung auf dem Plan. Dann ab zu dem Club, der in einem Hinterhof untergebracht war, über zwei metallene Schleusentore verfügte und wo nach dem letzten Ton unserer Show ein 24 Stunden Techno-Marathon stattfand. Trotz dieser prekären Situation und des interessanten Publikumswechsels am Ende des Sets waren wir ausgesprochen gut an dem Abend!

Die Aftershowparty verlagerte sich auf ein WG-Festl im Schnee-Nirwana, wo wir nicht reinkamen obwohl wir Wiener waren. Jedenfalls alle gemütlich erfroren fielen wir in unsere schicken Stockbetten.

Zeitig aufstehen, Frühstück beim Pappendeckelwirtn Burger King und dann ab auf die verschneite, teilweise geschlossene Autostrada. Und Wien hatte uns wieder!

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Luis Pasching

äähm, mir ist grad ein bisi schlecht

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