September 12 – Famp

Niklas Mayr 11. September 2012 0

Unsere Band des Monats September ist (mit etwas Verspätung) die österreichische Indie-Rock Formation Famp. Passend dazu veröffentlichten sie gerade erst ihr Debütalbum „Shining Lightning“ und ein brandneues Musikvideo zum Song “3075”.

In einem Silvestervideo habt ihr euer Album bereits für 2011 angekündigt. Warum hat es dann mit „Shining Lightning“ doch noch so lange gedauert?
Das stimmt. So ähnlich als würde man mit großem Hunger einkaufen gehen und den ganzen Supermarkt leer kaufen! Wir wollten einfach zu viel, und das zu schnell. Die Songs waren fertig, wir waren richtig gut eingespielt für die Aufnahmen, jedoch kam es dann zu allgemeinen Umstrukturierungen im Booking/Management – das ist niemandes Schuld, hat uns aber viel Zeit gekostet. Letztendlich ist doch noch alles gut gegangen, wir haben unser bestes gegeben und hoffen ein starkes Debut-Album hingelegt zu haben!

Warum sind auch einige alte Songs auf dem Album?
Ganz einfach. Da es nach sechs (!!) Jahren Bandbestehens, ohne jemals ein Album herausgebracht zu haben, das erste Sammelsurium unseres musikalischen Schaffens ist. Natürlich hatten wir 2011 mehr als genug neue Songs für ein Album, es waren an die 40, aber wir wollten bewusst unsere Anfänge mit Aktuellem kombinieren. Das war gut so, die Platte ist sehr schlüssig und wir können getrost sagen “Das sind wir.”

Wie fühlt ihr euch jetzt, da es fertig ist?
Erleichtert. Einfach nur erleichtert, glücklich und gespannt OB und WIE es ankommt. Wie gesagt, “Shining Lightning” ist für uns ein Meilenstein unserer Karriere, ein Moment den wir vier uns ein Leben lang merken werden. Alles was wir erlebt und durchgemacht haben ist auf dieser schwarzen CD zu hören.

Ihr habt gerade das Video zu „3075“ veröffentlicht. Welche Idee Steckt dahinter?
“3075” entstand 2008 als B-Seite zu “Fulltime Lover”. Hervorgerufen aus Verzweiflung durch Liebeskummer und Leistungsdruck, und einer anschließenden “Fuck-off-Attitude” entstand dieser Song. Er ist einer unserer druckvollsten und “aggressivsten” Nummern. Praktisch wie geschaffen dafür, LIVE etwaigen Schmerz oder Panik herauszuschreien. Im Video haben wir dieses Grundprinzip im Rahmen zweier konkurrierender Läuferinnen gemeinsam mit OSTBLOK und KEKOTIVITY inszeniert. Die dunkle Farbschematik, die sich durch das Video zieht, unterstreicht den Hintergrund von “3075”. Aber keine Sorge, das hört sich jetzt ganz schlimm an, wir haben vor kurzem ein anderes Musikvideo zur zweiten Singleauskopplung gedreht, das zum Beispiel wieder sehr sehr happy-sommerlich ist!

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Ihr tourt im Oktober/November durch Österreich. Was kann man von euren Shows erwarten?
Keine Setlist, sondern eine Geschichte. Wir wollen auf der Tour dem Publikum einen Spannungsbogen bieten. Man wird tanzen können, man wird seine Freundin/Freund umarmen können, man wird lächeln und man wird sich identifizieren können. Wir haben keine Musikrichtung neu erfunden, aber wir wollen am Ende des Konzerts als “eigenständig” wahrgenommen werden.

Vor etwa zwei Jahren habt ihr uns in einem Interview erzählt, dass ihr kein Ritual habt, bevor ihr auf die Bühne geht. Wie sieht es jetzt damit aus?
Haha, wusste das kommt, stellt ihr die Frage jedem oder mobbt ihr nur uns damit!!
Nein, tatsächlich haben wir noch immer kein gefestigtes Ritual. Meistens vor der Show nur ein kurzes High-five und ein Fist-bump, am Ende der Show eine Verbeugung, als Wertschätzung des Publikums. Es ist unserer Meinung nach so wichtig, dass Leute zu Rock-Konzerten gehen, zu Bands, die halt nicht jeder kennt.

Gibt es irgendetwas aus der Vergangenheit, das euch heute peinlich ist?
Nur unser Aussehen und unser Charakter.

Abschließend noch: Was kann man sich von Famp im Jahr 2012 noch erwarten?
Ein (schon veröffentlichtes) persönliches und authentisches Album, noch das ein oder andere Musikvideo, ein Dutzend Konzerte und extreme Gaudi an der Sache. Wir bekommen zur Zeit von so vielen Seiten Rückendeckung, wir sind so, so dankbar und hoffen unsere freshe, schwarze CD rollt gut an!

 

 

Links:

CD Review
Interview von 2010
Acoustic Session

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