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Blood Red Shoes – Flex

Blood Red Shoes – Flex

Gesang, Gitarre, Drums und ein paar Samples – der Abend des 23. Novembers zeigte das für eine grandiose Live-Show nicht mehr als zwei Musiker notwendig sind. Nein, wir waren nicht bei Gossip! Wir ließen uns von den Blood Red Shoes verzaubern.

© Patrick Münnich

Eröffnet wurde der Abend vom australischen Duo DZ Deathrays. Roh, rau und dreckig – das sind wohl die drei Stichworte, mit denen ihr Sound am besten zu beschreiben ist. Treibende Punkriffs legten sich hier über hämmernde Drums. Addiert man noch ein paar Elektrosamples dazu, bekommt man den zwar nicht immer unbedingt schönen, aber äußerst energiegeladenen Sound der zwei Herren aus Brisbane. In der ersten Reihe finden sich sogar einige Männer zum headbangen ein. Dem Publikum im noch eher spärlich gefüllten Flex schien es zu gefallen, wie auch der Jubel am Ende des Sets verriet.

Als dann um 20.48 Uhr die Blood Red Shoes die Bühne betraten, gab es kein Halten mehr. Ab dem ersten Akkord ihres Hits „It’s Getting Boring By the Sea“ merkte man die Begeisterung der mittlerweile stark angewachsenen Menge. Die Headbanger in der ersten Reihe machten nun den Tanzwütigen Platz. Eine einsame Tischlampe auf den Verstärkern sorgte für den heimeligen Bühnendekor. Steven Ansell bediente nicht nur die Bassdrum und Hi-Hats perfekt, er beeindruckte auch mit seiner angenehmen Stimme und gab zwischen den Songs den charmanten Entertainer. Laura-Mary Carter auf der anderen Seite erschien eher wortkarg, bestach aber durch ihre Gitarrenkünste und ihre durchdringenden Lead-Vocals.

© Patrick Münnich

Die Setlist gestaltete sich ziemlich abwechslungsreich und man bekam einen guten Mix aus allen drei Alben geboten. Spätestens die Single „Cold“ animierte zum Mitsingen. Um 21:45 verließ das Duo die Bühne, um kurz darauf wieder zu erscheinen. Jedoch entschieden sie sich nicht dazu ihre gewohnten Plätze einzunehmen, sondern wechselten die Instrumente. Der „Surf Song“ erklang, und zeigte die Vielseitigkeit der beiden Musiker. Mit „Je Me Perds“ schlossen sie den gelungenen Konzertabend.

Wer bis jetzt dachte ohne Bass gelingt es nicht eine Konzertlocation zum Beben zu bringen, wurde bei diesem Konzert wohl eines besseren belehrt. Zu hoffen bleibt, dass uns die Blood Red Shoes bald wieder besuchen kommen.

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Vanessa Spanbauer
"Stop trying to fit in - when you were born to stand out!"
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