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Casper im Interview

Casper im Interview

Im Zuge seiner beinahe ausverkauften Gasometer Show am 14. Oktober trafen wir den äußerst sympathischen und gut gelaunten Casper zum Interview. Wir plauderten über Weltrekorde, sein neues Album und den Weg, sein Herz zu erobern.

Deine Platte war in unserer Redaktion bei einigen Redakteuren Album des Jahres. Hättest du dir gedacht, dass du damit bei Medien, Fans und überhaupt so gut ankommst?
Casper
: Tatsächlich hätte ich das nicht gedacht. Als wir das Album gemacht haben, hatten wir selber nicht das Gefühl, dass wir wissen was wir tun – also zu 90%. Die anderen 10% teilten sich auf, auf „Will das jemand hören?“, „Ist das alles gut?“, „Ist das Album fertig genug?“.

Wenn du jetzt zurückblickst, hättet ihr etwas anders gemacht?
Casper
: Nachwirkend betrachtet finde ich ganz viele Sachen total super, die ich damals nicht so gut fand und Dingen bei denen wir uns „Boah, das wird’s!“ dachten, finde ich heute wiederum total mies.

Was sind deine weiteren musikalischen Pläne. Wann dürfen die Fans mit einem neuen Album rechnen?
Casper
: Ihr seht es vielleicht an meinem Teint (lacht), wir waren gerade zehn Tage in Spanien und haben neue Songs geschrieben, die wirklich gut sind. Es geht gerade schnell voran. Ich hoffe nächstes Jahr bekommen wir’s fertig.

In welche Richtung möchtest du damit gehen? Wird es wieder eine Mischung aus Rap/Pop?
Casper
: Es ist erwachsener. Ich bin ja sehr alt (lacht). Es befinden sich darauf mehr Weltmusikeinflüsse, so verrückt das auch klingt. Ich habe in letzter Zeit viel Nick Cave, Tom Waits und so Zeug gehört. Es klingt hoffnungsvoller und schöner, ist textlich aber düster. Das liegt wohl an meiner Spanienphase. (lacht)

Habt ihr euch auch diesmal im Studio wieder Regeln à la „Kein Crossover“ und „Keine Wie-Vergleiche“ auferlegt?
Casper
: Und keine albernen Hüte tragen war auch strikt verboten (lacht). Nein, bis jetzt gibt’s noch keine Regeln.

Die Regel finden wir aber nicht so gut, mit Partyhüten macht doch alles mehr Spaß oder?
Casper: Ja aber irgendwann hat eine krasse Depression bei mir eingesetzt. Ich habe mehr oder weniger im Studio gewohnt. Wir haben ja für „XOXO“ sieben statt zwei Monate gebraucht. Und irgendwann wird man wahnsinnig und rastet bei den kleinsten Sachen völlig aus (lacht). Aber es hat sich gelohnt und ich bin froh, dass es jetzt auch in Österreich geklappt hat.

Casper im Interview

Casper im Interview 2012

Aber deine letzte Show in der ((szene)) Wien war ja auch schon ausverkauft.
Casper
: Ja, aber da waren alle nur dort und haben gekuckt. In den ersten beiden Reihen waren wilde, junge, espritvolle Hüpfer. Und hintern diese „So so nau des hätt i ma aundas voagstellt“ (in Wienerischem Dialek Anm. d. Red.). Aber ganz ehrlich, das muss euch doch auf die Nerven gehen, wenn alle immer nach Österreich kommen und versuchen, euren Dialekt nachzumachen (lacht).

Eigentlich finden wir das ganz lustig, weil es für uns gar nicht danach klingt. (lachen)
Casper
: Ach wirklich? „Oba wenn i sog nochhea kummt mei Bekannta – da Ingo Pertramer“, dann klingt das doch schon danach oder? (lacht)

Du kannst das eigentlich ganz gut, Respekt! Das Wienerische kommt da gut durch. Apropos Ingo Pertramer, der hat dich doch fotografiert.
Casper
: Ja den habe ich in einer Bar kennengelernt. Wisst ihr, ich hänge einfach mit Promis rum. (lacht) Nein, eigentlich kenn ich kaum Promis, die Kraftklub kennen viele Promis. (lacht)

Bei dir findet man immer wieder diese „Wolfsthematik“. Was genau fasziniert dich an diesen Tieren so und werden sie das Projekt Casper weiter begleiten?
Casper
: Es gibt bei mir immer Abschnitte, in denen ich verschiedene Tiere faszinierend finde. In meiner Jugend waren es Haie, danach Wölfe und jetzt gerade finde ich Muränen ziemlich krass. Wenn das Album jetzt kommen würde, wäre eine Muräne am Cover drauf.

Heute findet ja das Projekt Stratos statt. Felix Baumgartner wird damit voraussichtlich vier Weltrekorde brechen (drei davon hat er geschafft. Anm. d. Red.). Welchen Weltrekord würdest du gerne halten?
Casper
: Für am meisten Lasagne zu essen. Der Weg in mein Herz führt ja über eine gute Lasagne (lacht).

Im Dezember 2012 soll ja die Welt untergehen. Welches Lied würdest du als letztes hören wollen?
Casper
: Der perfekte Soundtrack zum Weltuntergange wäre für mich von Blue Öyster Cult – „Don’t Fear the Reaper“.

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Daniel Kubera

“Life has improved immeasurably since I have been forced to stop taking it seriously.” – Hunter S. Thompson

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