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Columbian NeckTie – The Betrayal

Columbian NeckTie – The Betrayal

Fünf Oberösterreicher wandern im Wolfspelz durch den Wald und lassen Herzen statt Fäuste fliegen. Das klingt fast romantisch. In der Realität sind es aber harte Riffs und feste Screams.

Fünf Burschen mit fünf Songs auf ihrer ersten EP. „The Betrayal“ besticht als allererstes mit einem schönen, erwachsenen Artwork, das ein perfektes Bild zum musikalischen Teil gibt. Ein edler Mann aus der vorigen Jahrhundertwende ohne Augen, eine Familie auf einem schwarzweißem Foto, alles getüncht in orangeroter Farbe. Ein bisschen missmutig, ein bisschen wehmütig.

In ähnlicher Manier beginnt auch das neue Stück Musik schon: „The Opening“ ist ein zweiminütiger Instrumentalsong, voller Melancholie und Aufbruchsstimmung. Schöne Melodien – leider klingen die Töne gegen Schluss fast schon ein bisschen viel nach 90er-Jahre Midi-Sounds.

 

So weit, so gut. Freunde der sanften Rockmusik werden mit dieser Platte ab dem zweiten Song aber nicht ganz glücklich werden. Metalcore mit metaltypischen Riffs, ein paar wenigen eingängigen Gitarrenmelodien und einer brechenden Stimme. Gut, Columbian Necktie haben den Metalcore nicht neu erfunden, hätten gut und gerne ein paar mehr eigene Ideen einfließen lassen können. Alles in allem machen sie ihre Sache aber schon ganz in Ordnung.

Zum Abschluss noch ein Fakt nebenbei: Columbian Necktie ist auf jeden Fall kein Wort, das man einfach mal schnell so aus Neugier bei der Google-Bildersuche eingeben sollte. Denn so heimlich, still und leise das Artwork auch am Anfang wirkt – der „Colombian Necktie“ ist eine Exekutionsmaßnahme aus dem kolumbianischen Bürgerkrieg.

In aller Kürze

Columbian NeckTie
„The Betrayal“
VÖ – Herbst 2012

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Anna Obermeier
"Dance Like Nobody Is Watching."
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