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Der Nino aus Wien – Bulbureal

Der Nino aus Wien – Bulbureal

Einer der poetischsten und eigensten Charaktere der heimischen Singer/Songwriter Szene beglückt uns endlich wieder mit seinem interessant betitelten Werk „Bulbureal“. Tauche mit uns ab in die Welt des Nino aus Wien und drücke…
Der kuriose österreichische Künstler, mit dem bürgerlichen Namen Nino Mandl, sollte den einen oder anderen schon bekannt sein. Auf „Bulbureal“ präsentiert er sich mit seiner berühmten Mischung aus subtilem Humor und Geschichten erzählendem Wiener Liedgut.

Sieben Tage und nicht mehr brauchte der Wiener, um seine Songs in der mazedonischen Hauptstadt Skopje aufzunehmen. Dabei spielt er wieder mit einer gewissen Hassliebe zwischen Liedgut und Hörer, provoziert auf seine Art und Weise. Schlussendlich ist man danach umgangssprachlich ’nicht gescheiter‘ als vorher. Sein viertes auf Problembär Records erschienenes Album sondert sich eindeutig von dem in den letzten Jahre überhypten Alternativ Sektor ab und will, auch sicher gewollt, nichts damit zu tun haben.

Auffällig ist die im Vergleich – zu seinen letzten Publikationen rockige Stimmung – der 12 Songs, was zeigt, dass sich im Songwriting eine durchaus positive Weiterentwicklung vollzogen hat. In Sachen Sound lässt sich das Album mit dem Prädikat ‚höchst interessant“ am besten beschreiben, der Künstler lässt uns hier einigen Raum zur Eigeninterpretation.

 

Lyrisch lässt sich Nino noch weniger in die Karten blicken und trifft das lyrisch-poetische Chaos mit seiner eigenen Textzeile ‚..was hat diese Stadt in diesem Lied verloren..‘ im Song „Antwerpen“ am besten, doch trotzdem zieht die Musik, sowie das Interesse sie zu verstehen, einem in den Bann.

Der Nino aus Wien fasziniert und polarisiert, wird daher nicht umsonst von vielen Kritikern als ernster Nachfolger österreichischer Musikgrößen wie Georg Danzer, Ludwig Hirsch oder André Heller gesehen.

Abschließend darf man zusammenfassen, dass sich der äußerst skurrile Titel „Bulbureal“ durchaus als ein würdiger Pate der 40 Minuten Spielzeit des Longplayers erweist. Die Geschichten, welche als nicht einfache Kost erzählt werden, machen Lust sie immer öfter und öfter anzuhören, bis man ebenfalls Teil davon wird. Man kann schon vermuten, dass Der Nino aus Wien mit diesem vom Musikmarkt sehnsüchtig erwarteten Album, die Kritiker begeistern wird und auch ein Garant für die eine oder andere Musikpreisnominierung sein kann.

 

In aller Kürze

Der Nino aus Wien
„Bulbureal“
VÖ: 23.11.2012


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