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Die Ärzte – auch

Die Ärzte – auch

Endlich ist es da: „auch“ – das brandneue Album von Die Ärzte. Knappe eineinhalb Monate nach der ersten Single „zeiDverschwÄndung“ veröffentlicht die (selbst gekürte) beste Band der Welt ihr zwölftes reguläres Studioalbum.

Mit „auch“ bringen die drei Herren aus Berlin wohl eines der facettenreichsten Alben ihrer rund 30-jährigen Bandgeschichte auf den Markt und haben sich damit eines zur Aufgabe gemacht: „Wir sorgend für den Rock. Wir sorgen für die musikalische Begleitung und niveautechnische Grenzunterschreitung – ab und zu!“

Textlich, wie auch musikalisch, haben sich Die Ärzte einiges einfallen lassen. Eine gelungene Mischung aus ernsteren Themen und dem typischen, schwachsinnigen Ärzte Humor – den man zugegebenerweise mögen muss. So singt Rod über die Liebe zu seinem „Tamagotchi“, Farin erzählt mit Augenzwinkern über die Beziehung zwischen „M&F“ (Mann und Frau Anm. d. Red.) und ein neuer Superheld „Cpt. Metal“, der für gute Musik kämpft, wird gefeiert.

Auch auf der musikalischen Ebene präsentiert die Scheibe durchaus abwechslungsreich. „auch“ klingt mehr nach „Jazz ist anders“ als die erste Single vermuten ließ. Aber auch der eine oder andere musikalische Ausflug ist zu finden. „TCR“ endet zum Beispiel mit einem lustigen Genremedly und „Cpt. Metal“ macht mit fetzigen Gitarrensoli auf sich aufmerksam.

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Unterm Strich bekommt man ein Die Ärzte Album, wie man es sich nach „Jazz ist anders“ erwartet und erhofft hat. Man hat das Gefühl, dass jedes Jahr Bandgeschichte nötig war, um dieses abwechslungsreiche Album schreiben zu können. Leider kann „auch“ die Qualität nicht über die vollen 52 Minuten halten, hat aber durchaus sehr starke Stellen. Lediglich die Songs von Bela B. enttäuschen ein wenig im Vergleich zu Gassenhauer wie „Liebe und Schmerz“ und „Der Graf“. Trotzdem gibt’s eine definitive Kaufempfehlung für alle Die Ärzte Fans!

In aller Kürze

Die Ärzte
„auch“
VÖ: 13.4.2012

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Daniel Kubera

“Life has improved immeasurably since I have been forced to stop taking it seriously.” – Hunter S. Thompson

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