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Die Ärzte – Stadthalle

Die Ärzte – Stadthalle

Zwei Tage, 30.000 Fans und eine drei Stunden Show! Die Ärzte rockten am 15. und 16. Juni die Wiener Stadthalle. Wir waren bei der Zusatzshow dabei, um zu sehen, ob der Hype um die „beste Band der Welt“ 2012 noch anhält.

Um 18:30 öffnete die Stadthalle bei strahlendem Sonnenschein ihre Pforten. „Schade sich bei dem Wetter in die dunkle Halle zu stellen“, dürften sich viele Besucher gedacht haben. Während der Vorband La Vela Puerca herrschte vor Österreichs größter Location noch reges Treiben.

Spätestens zu Beginn der Ärzte (auuuuuuus Berlin) fanden dann aber alle den Weg in die Halle. Offiziell war der Zusatztermin nicht ausverkauft – gefühlt jedoch schon. Pünktlich um 20:30 fiel der Vorhang und Bela, Farin, Rod legten mit „Ist das noch Punkrock?“, dem Opener des aktuellen Albums „auch“ (Review), los.

Ab der ersten Nummer wurde lautstark (wir haben selten so einen lauten Publikumschor gehört) mitgesungen, getanzt und bei sämtlichen Spielchen, wie der berühmt-berüchtigten Sitz-Laola, artig mitgemacht – Gänsehaut-Feeling garantiert! Neben vielen lustigen Ansagen gab es natürlich auch Musik.

Die Setlist war eine Mischung aus alten Gassenhauern („Schrei nach Liebe“, „Wie es geht“, „Rebell“ – für die Feinschmecker „Zitroneneis“) und neueren Hits („Unrockbar“, „Junge“ oder „M&F“). Das Verhältnis alt zu jung spiegelte sich auch im Publikum wieder. Genau wie bei den Songs waren viel mehr jüngere Fans als alte Hasen vor der Bühne.

Mit etwas über drei Stunden war es die längste Die Ärzte Show, die wir jemals gesehen haben (und wir haben die Herren immerhin neun Mal gesehen). Um auf die anfangs gestellte Frage zurückzukommen: Ja, der Hype hält definitiv noch an. Knapp 30.000 textsichere Besucher sind der beste Beweis, dass es „die beste Band der Welt“ nach fast 30 Jahren auf der Bühne immer noch drauf hat. Respekt!

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Daniel Kubera
“Life has improved immeasurably since I have been forced to stop taking it seriously.” - Hunter S. Thompson
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