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Donots im Interview

Donots im Interview

Die Donots sind mit ihrem aktuellen Album „Wake the dogs“ gerade auf Konzertreise. Wir trafen die Jungs und sprachen mit ihnen über ihr aktuelles Werk, Sauftouren mit Frank Turner und über ihre Wiener Drogenerfahrungen.

Hi Jungs, ihr habt ein neues Album am Start, wie geht’s euch damit?
Jan-Dirk: Uns geht’s sehr gut, besser hätte es gar nicht laufen können. Wir sind zum ersten Mal auf Platz Sechs in den deutschen Charts eingestiegen, da freut man sich. Man ist ja tierisch aufgeregt, wenn man ein neues Album macht – nehmen die Leute das an, mögen die Leute das? Bei dem Album war es so, dass es die Medien voll abgefeiert haben, es gab nur gute Kritiken, live funktioniert es total geil, was uns sehr freut. Also wir haben jetzt erst ein paar Klub Shows und Festivals gespielt und es gab noch nie ein Album, das live so schnell so gut funktioniert hat.

Wieso wurde dieses Album bis dato zu eurem erfolgreichsten?
Eike: Das weiß man nicht so genau. Wir haben uns wie sonst auch ins Studio gesetzt und einfach das gemacht, was uns Spaß macht. Wir haben ja vor drei Alben unser eigenes Label gegründet und wollten damit auch ein wenig neu starten, unabhängig sein. Musikalisch gab es keine Grenzen. Ich glaube, die Leute haben das mittlerweile akzeptiert, mögen es und es geht jetzt ein Stück vorwärts.

Und ihr seid auch völlig glücklich mit dem Ergebnis?
Eike: Ja, auf jeden Fall. Wir haben uns drei Monate ins Studio zurückgezogen, haben Songs gesammelt und am Ende hatten wir cirka 20 Songs. Das war ne geile Zeit. Als wir Ende September alles beisammen hatten, waren alle happy, fanden die Sachen geil und konnten es kaum erwarten, bis es endlich rauskommt!

Wie lief eure Studioarbeit ab auf emotionaler Basis? Gab es große Egos, die aneinandergeprallt sind?
Alex: Nein, das hat es nie gegeben. Das ist echt krass, keine Ahnung warum, aber wir haben einfach keinen Ego-Arsch in der Band, der alles durchsetzen muss. Wir kennen uns auch schon ewig lange und wissen, wer wie tickt. Wir haben auch gelernt, zuzuhören und Platz zu lassen. Von daher gehen wir sehr respektvoll miteinander auch im Studio um. Es wird alles ausprobiert, was teilweise auch etwas länger dauert, aber so sind alle zufrieden. Da ist es auch immer gut, einen Produzenten zu haben, jemanden von außerhalb der Band, der noch mit dabei ist und der auch mal Stopp sagen kann

Auf eurer Tour spielt ihr ja in Wien im Flex gemeinsam mit „Thirteen Days“. Hier seid ihr ja schon mal aufgetreten – gute Erinnerungen?
Jan-Dirk: An das erste Mal ganz schlimme Erinnerungen – das weiß ich noch! Da hatten alle ganz seltsame Drogen intus.

Wer? Das Publikum?
Jan-Dirk: Ne, wir auf der Bühne. (Gelächter). Aber beim letzten Mal war´s super, da hab ich sogar noch ein Foto auf meinem Handy.

Und auf eurer Tour habt ihr bei ein paar Shows Frank Turner als Gast?
Eike: Ja, wir haben ein großes Heimspiel in Münster, da waren letztes Jahr so 4- 500 Leute und dieses Jahr wird die Vorband Frank Turner sein. Das letzte halbe Jahr hat er sich recht rar gemacht, da er an seinem neuen Album arbeitet, gab kaum Konzerte, und dann haben wir ihn gefragt, ob er nicht Bock hat mal vorbeizukommen. Und dann gab es eine Kooperation mit dem neuen Album, da hat er ja bei einem Song mitgemacht.

Frank Turner war aber in letzter Zeit häufiger in Österreich.
Eike: Neee, hör auf! Mit Ingo (Sänger der Donots, Anm.) war er letztens in London und die haben das Video zu unserem Song „So Long“ gemacht. Die waren einfach saufen in London, einer hat das gefilmt und das ist jetzt das Video. Auch wie Frank bei uns im Studio war, war das super, und das merkt man dem Video auch an.

Nochmals kurz zurück zum aktuellen Album, welches mir ein wenig reduzierter vorkommt als die Alben davor. Warum dieser Schritt?
Jan-Dirk: Das ist nicht absichtlich passiert. Wir haben im Studio gemerkt, dass es oft Sinn macht, Spuren einfach wegzulassen. Ganz exemplarisch war es bei „Come away with me“, wo wir ursprünglich den Refrain mit fetten Gitarren gedoppelt hatten und die haben wir diesmal einfach weggelassen. Dadurch wurde der Song viel luftiger, aber dadurch auch fetter. Und dasselbe haben wir dann bei ein paar anderen Songs durchgezogen. Einfach drei, vier Spuren und das war’s. Auch das Schlagzeug haben wir teilweise mit sehr wenig Mikrofonen aufgenommen, um dem ganzen einen sehr realitätsnahen Klang zu geben.
Eike: Früher hatten wir das Problem mit den Unmengen an Spuren, ich mein, man hat ja auch keine fünf Gitarristen auf der Bühne. Da musste man sich soviel überlegen, damit das live nicht abkackt. Und das war bei diesem Album gar kein Problem.

Leute, vielen Dank für das Gespräch und viel Spaß auf eurer anstehenden Tournee!

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Luis Pasching

äähm, mir ist grad ein bisi schlecht

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