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Dragonforce – Szene

Dragonforce – Szene

Ein Wahnsinnsabend den uns die Briten von Dragonforce am 06.11.2012 in der Szene Wien schenkten. Kurz gesagt: Für jeden Metal-Fan war es ein Traumevent. Warum wir wieder die verstaubte Gitarre ausgepackt haben, erfährt ihr hier.

Bis jetzt hören wir noch die göttlichen Gitarrensoli, die rasanten Drumbeats und die Keyboardvirtuositäten, die wir am 06.11.2012 in der Szene vernahmen – unfassbar aber wahr, Dragonforce, DIE wahren Dragonforce-Jungs, die man normalerweise nur aus Gitarren- sowie GuitarHero-Videos kennt, spielten in Wien vor einer vollen Szene. Und das mit einer überwältigenden Power, die uns bis jetzt noch eine Gänsehaut verpasst, sowie mit einer brillanten Songauswahl, bei der jede/r auf seine/ihre Kosten kam. Sie machten alles richtig, denn unsere (absolut hohen!) Erwartungen wurden mehr als nur übertroffen: Mit einem klassischen Dragonforce-Sound brachten sie die Halle nicht nur zum Beben – Sie zerlegten sie praktisch in alle Einzelteile und durch den Speed, die Soli, die meisterlichen, fast schon übermenschlichen Instrumentenkenntnisse bliesen sie dem Publikum eine Welle aus Musik entgegen, die alle Körperteile in Ekstase versetzte.

Begonnen haben die Deutschen von Kissin‘ Dynamite, danach setzten die Amerikaner von Huntress, rund um Sängerin Jill Janus ein. Beide boten eine, im Vergleich zu Dragonforce, magere Show – somit herrschte eine erst recht rege Vorfreude auf die Headliner des Abends.

Dragonforce legten pünktlich um 22:00 Uhr los und brachten die Menge sofort mit „Holding On“ ins Schwitzen. Es bildeten sich gleich Moshpits und die Stimmung des Publikums hob sich auf ein Maximum. „Heroes Of Our Time“ folgte, und somit ging die Post umso mehr ab – selten sahen wir so viele, so schnell headbangende Fans. Weiter ging es mit „Seasons“ und „Fury Of The Storm“. Die ganze Halle schwitzte und keuchte, doch Dragonforce ließ nicht locker. Sie setzten noch dazu einen drauf und trieben das Publikum mit „Die By The Sword“ zur Explosion. Die ganze Szene feierte und gab ihr Bestes, um der Leistung der Briten gerecht zu werden – zwecklos. Dragonforce spielte, als ob es kein Morgen gäbe, mit einer Perfektion, Geschwindigkeit und Klasse, die unangefochten ist. Wow. Wir waren sprachlos. Danach folgten Klassiker: „Operation Ground And Pound“ (Wall Of Death!), sowie „Fields Of Despair“.

Wir stellten erfreut fest, dass Sänger Marc Hudson sich perfekt mit den übrigen Irren ergänzt. In keinem Fall stand er der Leistung von ZP Theart (ehemaliger Sänger) nach. Im Gegenteil, wir waren positiv begeistert und verspürten eine Kraft, sowie Euphorie wie man sie nur selten zu Gesicht bekommt. Seine lustigen Ansprachen weckten sofort Sympathie seitens des ganzen Publikums – er hat sich somit auch in Wien erfolgreich als neuer Frontman präsentiert.

Weiter ging es mit „Soldiers Of The Wasteland“ – Selbst nach über einer Stunde überirdischer Leistung machte die Band nicht schlapp. Herman Li (Gitarre), sowie Sam Totman (Gitarre) strahlten wie selten zuvor, und maßen sich in Soli-Duellen mit Keyboarder Vadim Pruzhanov sowie Bassist Frédéric Leclercq. Einzig Drummer Dave Mackintosh bekamen wir zu selten zu Gesicht – versteckte er sich doch das ganze Konzert hinter seinem gigantischen, „tiefgelegten“ Drumset.

Dann kam die Nummer, die jeder kennt, und vor der jede/r Gitarrist/in auf der Welt zittert: „Through The Fire And Flames“. Dragonforce spielte die Nummer mit einer Perfektion, die ihresgleichen sucht und diese etablierte sich (spätestens am Ende des Songs) für jede/n Anwesende/n zu einer „Gottesnummer“. Danach wurde es ruhiger, denn „Cry Thunder“ ertönte. Wunderschön, makellos gespielt – das kann nur Dragonforce. Bravo!

Den Abschluss des Abends bildete „Valley Of The Damned“ – auch hier, alles perfekt und einfach wunderschön. Eine grandiose Gesamtleistung der Band, die uns ewig in Erinnerung bleibt. Zu Hause angekommen packten wir unsere (mittlerweile leicht angestaubte) Gitarre aus, legten Dragonforce ein und versuchten irgendwelche Riffs herauszuhören. Erfolglos, jedoch zutiefst musikalisch befriedigt legten wir uns zu Bette und träumten von Dragonforce – und ganz besonders von einem Asiaten aus Hong Kong, der für uns zum Idol wurde. Ab heute wird wieder Gitarre geübt, Motivation gibt’s genug!

Bis zum nächsten Mal, stay heavy!

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Lukas Elzbieciak
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