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Ensiferum – Szene Wien

Ensiferum – Szene Wien

Ein schöner Herbstabend ging mal wieder mit guter Musik zu Ende – Wir waren dabei, als Ensiferum samt Gefolge über Schlachten, Mythen sowie zauberhafte Getränke sangen. Mehr über den heidnischen Abend erfährt ihr hier.

Immer wieder freuen wir uns auf einen Abend in der Szene, denn zusätzlich zu guter Musik, guter Beschallung sowie freundlichen Preisen gibt es immer wieder Neues zu erleben. Selten sahen wir so viele ausländische Headbanger an einem so kleinen Ort gemeinsam zu guter Musik abgehen. Dass Metal multikulturell und sprachübergreifend so erfolgreich sein kann, erstaunte uns – war es doch eine Tatsache, dass viele Fans aus Ungarn, Tschechien,  Polen und sogar Rumänien für dieses Konzert angereist kamen. Das Publikum hat an diesem Abend seine Pflicht mehr als nur erfüllt und sogar die etwas schwächlichen Vorbands mehr als nur kräftig unterstützt.

So liegt es nun endgültig auf der Hand, dass Bands wie Profane Omen oder Amoral in Österreich wohl kaum Fuß fassen werden können – Sie gaben sich auch nur halbherzig Mühe uns vom Gegenteil zu beweisen. Die Auftritte der beiden Vorgruppen wirkten schwach und unsympathisch. So war es kein Wunder, dass viele lieber die letzten warmen Minuten im Biergarten genossen, statt in der Halle Gas zu geben.

Richtig in Stimmung kam die Szene erst bei Ensiferum, auch wenn die Anfangsminuten seitens der Band eher wackelig wirkten. Die neuen Songs vom derzeitigen Album „Unsung Heroes“ konnten keinesfalls wie die Klassiker überzeugen und so wirkte es, als würde das Publikum die schwächeren Songs eher „aushalten“ als genießen. Doch vor allem bei den Älteren Stücken konnte Ensiferum die Meute für sich gewinnen – Die Fans gaben alles um die heidnische Party ordentlich zu würdigen. Es wurde brav mitgegröhlt und mitgefeiert, Bier ergoss sich über die feiernde Menge.

Immer wiederkehrende schwächere Nummern drückten die Stimmung jedoch deutlich herunter, was für eine konstante Feierstimmung kontraproduktiv war. Man hatte das Gefühl, als wäre die Band von ihrem eigenen Material zu wenig überzeugt, oder lag es daran, dass die neuen Songs den Alten in keiner Weise das Wasser reichen konnten? „Das Hauptproblem an dem neuen Album ist das Tempo – Die alten Sachen waren deutlich schneller, epischer und somit mächtiger.“, hörte man immer wieder Fans sprechen.

Wir sind uns sicher, dass Ensiferum eine deutlich bessere Leistung zeigen können – vielleicht müsste sich die Songauswahl etwas verbessern. Auf jeden Fall sind wir beim nächsten Auftritt von Ensiferum wieder in erster Reihe und werden den Jungs ordentlich zujubeln.

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Lukas Elzbieciak
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