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Every Time I Die – Szene

Every Time I Die – Szene

Am Sonntag, 6. Mai – eigentlich Tag des Herrn – wurde in der Szene Wien einer anderen Religion gefrönt. Gitarren, Lautstärke und Bier wurden gehuldigt. Gepredigt wurde von niemand anderen als Every Time I Die aus Buffulo, New York.

Als zu früher Stunde Make Do And Mend das Konzert eröffneten, fanden leider noch sehr wenige Menschen den Weg in die Szene. Vor einer spärlich gefüllten Halle gaben sich die Jungs wirklich Mühe ihre Midtempo-Beats mit rockigen Riffs und rauchig-kratziger Stimme an den Mann zu bringen. Eine Band, die absolut zu empfehlen ist und der unbedingt mehr Beachtung geschenkt werden muss.

Als dann Set Your Goals die Bühne enterte, strömte etwas mehr Publikum herein. Die Band aus San Fransico gab von Anfang an richtig Gas, ihr Melodic-Hardcore/Pop-Punk ging richtig gut ins Ohr, leider konnten auch sie nicht mehr als etwas kopfnicken und vereinzeltes Herumspringen aus den Fans holen. Trotz der vielen Mühe der beiden Sänger und dem generellen Motivationsniveau seitens der Band wollte der Funke einfach nicht überspringen.

Die letzte Vorband schlug etwas härtere Töne an, als die beiden vorigen. Brachialer, schneller und rauer – purer Rock’n’Roll – so lieferten Cancer Bats die perfekte Einstimmung für den Headliner. Sänger Liam Cormier feierte jeden Song so richtig ab, gerade bei den Zwischenansagen konnte er noch ruhig stehen bleiben, ansonsten lief und sprang er wie verrückt über die Bühne und versuchte die mittlerweile gut gefüllte Szene zu motivieren, aber auch hier vergeblich.

Selten sieht man eine Band, die nach so vielen Jahren auf der Bühne, noch immer diese enorme Energie und (jede Menge Speichel) versprüht. Performance-technisch konnte man Every Time I Die nichts Schlechtes nachsagen, hingegen zum Sound, denn leider ging die Stimme von Keith Buckley unter der massiven Riffwalze der Gitarren etwas unter. Dem Publikum machte das nichts aus, also im Gesamten gesehen eine gelungene Show. Every Time I Die stellten einige Songs ihres aktuellen Albums „Ex Lives“ vor, aber auch ältere Songs kamen nicht zu kurz. Nach ca. 50 Minuten beendeten sie ihr Set und verschwanden mit einem simplen „Thank You“ von der Bühne.

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Alexander Blach

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