Facelift – Whom Do You See?

Anna Obermeier 16. April 2012 0
Facelift – Whom Do You See?

Zwei Telefongespräche, die Leben verändern. Facelift haben dies und weitere Geschichten aus ihrem Leben mit Melodien und Rhythmen versehen und auf ein Album gepackt. Und so viel können wir schon sagen: es ist wirklich gute Musik!

Schon die Presseinfo liest sich interessant: eine Frau, ein Mann, zwei Telefongespräche. Zwei Geschichten, eine Ode an das Leben, alles was passieren kann – Vergangenheit, verpasste Chancen und die Vergänglichkeit.

“Ihr Mutter ist bei einem Eingriff ins Koma gefallen. Es besteht keine Hoffnung mehr. Wie lange hat sie noch? 2 vielleicht 3 Stunden. Scheiße, das schaffe ich nicht mehr, ich bin gerade im Ausland.”

Gespräch Nummer Eins. Verpasste Chancen, Melancholie – davon erzählt “Whom Do You See?”. Verblasste Träume, so beginnt auch schon die Platte mit “Anything That Satifies Me”. Eine Nummer, die ins Ohr geht, mit dieser wunderschönen Melodie der Frauenstimme. Progressive Indie-Gitarren schälen sich dann durch jegliche Gedankenstränge und erzeugen doch ein bisschen Gänsehaut.


“Du, ich bin schwanger. Ich werde Mama. Super! Gratuliere! Ich freu mich auch total aber ist es jetzt aus mit Rockstar sein? Blöde Frage, warum sollte das etwas ändern? Wir brauchen einfach nur mehr Platz und bessere Hotelzimmer.”

Doch neben all der Traurigkeit und Vergänglichkeit haben auch einige schöne Momente ihren Platz in “Whom Do You See?”. “In L.A.” blickt in die Zukunft und ist eines der schönsten Stücke des Albums mitsamt netten Wortspielen – “Didn’t We Fall – Fall Into Pieces – Like A Picture On The Wall.”

Fazit: aufreibende Geschichten, ein echtes Leben. Dieses Album ist ein wirklich gut produziertes Stück österreichischer Musik.

In aller Kürze

Facelift
“Whom Do You See?”

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