Februar 12 – Cannonball Ride

Alexander Blach 1. Februar 2012 0

Meine Damen und Herren, liebe LeserInnen. Dürfen wir vorstellen unsere Band des Monats Februar: Cannonball Ride aus Oberösterreich – Melodic Hardcore auf hohem Niveau! Aber lest selbst, was Sänger Siegi zu sagen hat.

Erzähl doch mal etwas über euch, um Cannonball Ride besser kennenzulernen.
Also, wir sind fünf Burschen aus Oberösterreich, haben alle schon immer in Bands gespielt – teilweise auch miteinander. Mit dieser Band sind wir für damalige Verhältnisse auch schon weit herumgekommen, leider gab es dann einen Wechsel in der Besetzung und haben uns dann für einen kompletten Neustart entschieden. Das heißt, neuer Bandname, neue Musik und ein zusätzlicher Gitarrist. Das Ganze fand 2009 statt, haben dann unsere erste EP aufgenommen, die wir dann 2 Jahre lang gespielt haben.

Was kann man sich jetzt von eurer zweiten EP „Enchant The Flame And Let it Breathe“ (Review) erwarten?
Ich beschreibe unsere Musik immer als gitarrenlastig und druckvoll, aber weit weg von dem typischen Hardcore. Wir versteifen uns nicht zu sehr auf Breakbeats und Breakdowns – wir wollen schöne, eingängige Melodien. Wenn man es unbedingt in eine Schublade stecken müsste, dann würde ich unsere Musik als Melodic Hardcore bezeichnen.

Wenn man an den Song zu eurem Video „Smoke And Mirrors“ denkt, findet man aber auch weniger melodische Gitarrenparts.
Das liegt daran, dass wir etwas experimenteller angehaucht sind und uns selber noch probieren. Uns langweilen straighte Sachen – bei uns muss es einfach einen Überraschungsmoment geben, was auch eine Herausforderung für die Band darstellt. Man macht ja die Musik nicht nur für das Publikum, sondern hauptsächlich, um sich selber entfalten zu können.

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Der Sound auf eurer EP klingt sehr professionell, wie habt ihr das hinbekommen?
Angefangen hat alles im Keller bei den Eltern unseres Gitarristen. Dort haben wir uns über Monate einquartiert und angefangen herumzubasteln. Wir haben zuerst begonnen einen Sound zu finden, mit dem wir arbeiten können – für uns war immer klar, dass wir das Material danach zum Mastering schicken und nicht selber machen. Beim ersten Mal im Studio hatten wir einen enormen Zeitdruck, wodurch einfach viele Schlampigkeitsfehler passiert sind, das konnten wir dieses Mal vermeiden. Unser Endprodukt haben wir dann nach Spanien geschickt, wo es gemixt und gemastert wurde, um das Beste herausholen zu können, da wir einfach nicht die Skills und das Equipment dazu haben.

Wiese habt ihr eine zweite EP gemacht und nicht gleich ein ganzes Album produziert?
Weil du mit einer EP genau so viel live spielen kannst, wie mit einem Album. Es geht nicht darum, wie viele Alben eine Band hat, sondern welches Material sie hat. Wir wollten uns auf fünf Nummern konzentrieren, weil wir der Meinung sind, dass die Hörer immer weniger Zeit aufwenden. Keiner nimmt sich mehr die Zeit ein ganzes Album durchzuhören, oft reichen zwei bis drei Songs, um sagen zu können, ob jemanden eine Band gefällt oder nicht.

Wo seht ihr eure Einflüsse?
Wir sind alle Parkway Drive Fans seit der ersten Stunde. Natürlich auch die Urväter des Metalcores Killswitch Engage oder Bands wie Comeback Kid. Also Metalcore, als auch Hardcore. Andere Einflüsse kommen von unseren Gitarristen, da er eigentlich aus einer Death Metal Band kommt.

Wie schätzt du eure Chancen in der österreichischen Musikwelt ein?
Ich glaube es wird nie so werden, dass wir, nicht einmal annähernd, von unserer Musik leben können. Erfolg wäre für mich, als Support für große internationale Bands zu spielen, aber ohne vorher groß Karten verkaufen zu müssen. Und wenn jemand glaubt, dass er eventuell dabei mit einem Gewinn aussteigen kann, der täuscht sich. Deswegen musst du das Ganze aus Überzeugung und mit Leidenschaft machen, es ist viel harte Arbeit und definitiv ein teures Hobby.

Wie sehen eure Pläne für die Zukunft aus?
Dieses Jahr wollen wir sehr, sehr viel spielen – auch in den Nachbarländern. Und dann 2013 etwas Neues aufnehmen und vielleicht wieder ein Video machen.

Deine letzten Worte!

 

 

 

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