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Final Prayer – I Am Not Afraid

Final Prayer – I Am Not Afraid

Die Kreuzberger Hardcore-Band Final Prayer geht auf ihrem zweiten Album nach „Right Here Right Now“ in gewohnter Manier den Weg weiter. Und dieser ist gewohnt straight, tough. Hier bei uns erfahrt ihr mehr Infos zum Album „I Am Not Afraid“.

New York ist das Stichwort. Die fünf Kreuzberger Kumpels orientieren sich sehr stark an der New Yorker-Hardcore Szene. Das Album beginnt jedoch untypisch für Final Prayer, denn der Titeltrack beinhaltet auch cleanen Gesang, und hat etwas mehr Punk in sich als die anderen Stücke. Aber keine Angst an alle FP-Anhänger, der Track ist trotzdem einer der besten, den die Band bisher geschrieben hat.

An diesen qualitativ hochwertigen Standard reihen sich auch das großartige „Mind Eraser, „All Of Us“ (das zu Beginn eigentlich als Opener vorgesehen war) oder zum Beispiel „Growing Colder“. Letzterer Song überzeugt beispielsweise durch den Tempowechsel am Ende des Songs, was eine Art Outro-Refrain bildet. Generell muss man sagen, das Final Prayer geschickt Hardcore, Punk und Metal-Einflüsse vermischen. Die meisten Songs ziehen ihre Energie aus den sogenannten New York-Riffs, sowie dem typischen Hardcore-Gesang, und den erwähnten Tempiwechsel.

Die Texte sind jetzt nicht das Beste, was im Hardcore-Universum zu finden ist, doch sie funktionieren, und mehr müssen sie auch nicht. Manche würden ihnen sogar raten lieber deutsch zu texten und dafür mehr auf den Kreuzberger Kult-Faktor zu setzen. Jedoch bei „Heimathafen Kreuzberg“ merkt man relativ schnell, dass man den deutschen Text durch den Hardcore-Gesang komischerweise schlechter versteht als die restlichen neun englisch gesungenen Titel auf „I am not afraid“.

Stephan Pankratz, Marcus Zehe, Florian Mänz, Pascal Quandt und Neuzugang am Bass Dennis Sommer präsentieren also zehn astreine Hardcore-Bretter, wo genau genommen Überhits ebenso wenig auszumachen sind wie Lückenfüller. Fans von Final Prayer werden zufrieden sein, und auch manche Neugierige werden daran sicher gefallen finden. Die Ausnahme jedoch bildet das Plattencover, denn das IST tatsächlich grottenschlecht.

In aller Kürze

Final Prayer
„I am not afraid“
VÖ – 25.05.2012

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Bernd Eger
Arbeitet auch als Redakteur bei Fussballerleben.at
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