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Fiona Apple – The Idler Wheel…

Fiona Apple – The Idler Wheel…

Eines vorweg, auf dem mittlerweile vierten Album der Grammygewinnerin hat sich Fiona Apple zwar nicht selbst neu erfunden, greift aber auf ihre altbewährten Mittel zurück. Ihr Pianospiel in Kombination mit äußerst ausgefallener Rhythmusbegleitung im Hintergrund begleiten in eine fragile aber trotzdem ausdrucksvolle Pop-Welt, die einem nach Öfteren anhören zum Bleiben einlädt.

Da Fionas Faible für x-large Albumtitel beim letzten Werk von ihrer Plattenfirma mit großem Tohuwabohu geblockt wurde (okay 67 Wörter sind wirklich zu viel), durfte ihr Wunsch 2012 doch noch in Erfüllung gehen. „The Idler Wheel Is Wiser Than the Driver of the Crew and Whipping Cords Will Serve You Moore Than Ropes Will Ever Do“ zeigt, das Miss Apple lyrisch in der obersten Liga mitspielt, doch kommt sie musikalisch hier und da ein wenig zu hölzern rüber. Doch wer sagt, dass es im echten Leben auch nicht so ist?

Nachdem ‚Kinderspielplatz-Feature‘ von „Werewolf“, dem Sound-Experiment mit marschierenden Stiefeln in „Periphery“ findet man mit „Valentine“ und „Hot Knife“ auch richtig genial produziertes Material, welches auch den Mainstream Charts diverser Länder sehr gut tun würde. Mit „Jonathan“ findet sich auch ein Song über Fionas Ex-Freund Jonathan Ames auf der Platte, der hier sarkastisch seine Abrechnung bekommt.

Nun zum Fazit. Zehn solide Tracks mit zwei, ja drei wirklichen Highlights, sind im Verhältnis zu den 7 Jahren Wartezeit auf die Platte keine außergewöhnlich hohe Ausbeute; doch nach längerer Beschäftigung mit den Titeln kommt man doch zum Entschluss, dass ein Fehlen dieser von Fiona Apple erzeugten Klangsphären ein großer Verlust für die gesamte Musikwelt wäre.

In aller Kürze

Fiona Apple
„The Idler Wheel…“
VÖ: Juni 2012

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