Freund Hein – Bourbon Triggered Death Machine

Lukas Elzbieciak 18. Januar 2012 0

Thrash-Metal aus Österreich – Relativ selten und unspektakulär in unseren schönen Alpenrepublik: Daran kann auch Freund Hein nicht rütteln. Warum dem so ist, erfährt Ihr natürlich bei uns.

„Bourbon Triggered Death Machine“ nennt sich ihr neuestes Album, aufgenommen in Göllersdorf und mixed in Seattle. Laut bandeigenen Angaben bestehen ausgezeichnete Kontakte zu Größen wie Living Colour oder Tarja Turunen. Freund Hein steht beim „Twilight“- Vertrieb aus Lübeck unter Vertrag.

Freund Hein präsentiert sich mit einem sehr soliden und starken Background – nicht jede Band hat die Möglichkeit mit solchen Namen zu prahlen – interessanterweise steht der Sound der Band jedoch den meisten bekannten Thrash/Groove – Metal Bands um einiges nach.

Die Vocals präsentieren sich zwar rau und durchaus böse, jedoch fehlt der nötige Druck und das nötige Feuer. Sänger Harald Butter brüllt die (eher sehr klischeehaften) Lyrics runter – das Ganze wird von solidem Bass- und Gitarre-Spiel (Gerald Glasi & Christoph Krippel) begleitet. Das Schlagzeug spielt eher langweilig (Matthias Bachl) – Mario Nentwich hilft ab und zu am Keyboard aus. Hin und wieder findet sich auch ein ordentliches Solo, welches in Richtung Megadeth gehen könnte. Im Großen und Ganzen fehlt der Sache jedoch Feuer und Schwung – die Songs präsentieren sich eher erzwungen, die CD kommt nicht in Fahrt. Einzig „Bourbon Time“ eignet sich für längere Autobahnfahrten und wird in Zukunft mal auf eine eigene Compilation gepresst, um im Autoradio leise zu dudeln.

Die Niederösterreicher geben sich wahrlich Mühe – in ihnen steckt definitiv Potenzial. Allerdings wirkt das Album sehr kraftlos und schwach. Wir freuen uns auf frischen Wind!

In aller Kürze

Freund Hein
„Bourbon Triggered Death Machine“
VÖ – 2011

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