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Full Hit of Summer Tag 2 – Arena

Full Hit of Summer Tag 2 – Arena

 

Zum zweiten Mal in dieser Woche rief die Arena zum Full Hit of Summer aufs Open Air Gelände. Dieses Mal durften sich die Besucher über sommerlich-beschwingte Klänge von Beirut und Sweet Sweet Moon freuen.

Eines war schon zu Beginn dieses zweiten Festivaltages klar: Es wird eng. Deutlich mehr Besucher als an Tag 1 hatten sich bereits am frühen Abend eingefunden, um es sich am begrünten Hügel vor der Bühne gemütlich zu machen. Sommerkleidchen, Seifenblasen, Sommersprossen, Picknickdecken und Sandalen bestimmten das Bild des Zuseherbereichs, als Sweet, Sweet Moon als Opener die Bühne betraten. Zart gezupfte Gitarren, ein einfacher Rhythmus, poetische Streichinstrumente – mit dieser Kombination lieferten die Wiener die perfekte Kulisse für die in der Wiese lagernde, fröhlich plaudernde Menge.

Sweet, Sweet Moon

Passend zur sich schleichend einstellenden Naturdusche ging’s mit dem verwaschenen Sound von Kurt Vile weiter, dessen ehemalige Zugehörigkeit zu The War On Drugs deutlich zu hören war. Kein passenderes Umfeld hätte man sich wünschen können, als die tief stehende, orange Sonne, milden Tröpfelregen und den Geruch nasser Erde. Lo-Fi, viel Reverb, ein subtiler Sprechgesang, das war Kurt Vile mit seinem gleichsam undurchdringbaren wie harmonischen, wild verstrickten Klangteppich.

Kurt Vile

Zu allem Überfluss der Friede-Freude-Eierkuchen Stimmung schenkte uns der frühsommerliche Himmel einen Regenbogen zum Auftritt des Singer/Songwriters M. Ward. Mit seiner Mannschaft brachte er Schwung in das gut besuchte Gelände. Mit einem leichten Country-Einschlag gingen Musiker wie Publikum in einer tanzbaren Mischung aus Blues, Rock und Lo-Fi-Pop auf. Und ja, hier wurde getanzt. Die rauchige Stimme des Sängers ergänzte das elaborierte Spiel von Gitarrist und Bassist. M. Ward klangen wie eine abgestaubte Vinylplatte: Ausgegraben, angehört, für gut befunden, mitgetanzt!

Mittlerweile war kein Fleckchen Boden mehr unbesetzt; selbst die Picknicklager wurden abgebaut, um allen Menschen Platz vor der Bühne zu bieten. Schließlich traten Beirut unter die Scheinwerfer und beglückten die Menge gleich zu Beginn mit einigen ihrer Hits wie „Santa Fe“ oder „Elephant Gun“. Von der ersten Reihe bis zum Kebapstand ganz hinten blieb kein Fuß unbewegt!

Zu sechst heizte die Truppe dem Publikum mit Trompeten, Posaune, Akkordeon und Ukulele ordentlich ein. Ein abwechslungsreiches, mit Highlights durchsetztes Set tat das Übrige, um der guten Stimmung die Krone aufzusetzen. Beirut reizten alle Möglichkeiten eines gelungenen Konzerts aus und verabschiedeten sich mit zwei Zugaben vom verausgabten Publikum. Und das Resumée: ein Sommernachtstraum!

 

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