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Heiligenblut – Stories From The Sea

Heiligenblut – Stories From The Sea

Die Oberösterreicher durften sich in der Vergangenheit über einen Austrian Newcomer Award, sowie Nominierungen beim Amadeus und FM4 Award freuen. Nun gibt’s ein neues Album.

Seit 1994 besteht das Quintett als Band und war seitdem nicht nur in Österreich erfolgreich. Von Deutschland über die Schweiz, von London bis nach Ankara spielten sie zahlreiche Konzerte. Ihr mittlerweile drittes Album wurde produziert von Oliver Zülch, der schon mit Größen wie Die Ärzte* zusammengearbeitet hat. Das klingt schon mal vielversprechend. Dazu hat sich die Band mit der Platte viel Zeit gelassen, um „den neuen Songs die Möglichkeit zu geben, sich weiterzuentwickeln“.

Gut Ding will eben Weile haben. Und bei „Stories From The Sea“ handelt es sich um solch ein gutes Ding! Der Stil von Heiligenblut wird immer wieder mit dem von Placebo, Depeche Mode oder Smashing Pumpkins verglichen. Das Album klingt nicht nur danach, es könnte ebenso von einer dieser Größen stammen! Ihr Rock’n’Roll mit dezenter, aber immer passender Elektronote klingt auf dem Longplayer, wie das weite Meer selbst: mal ruhig und mystisch, dann laut und stürmisch.

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In den Songs geht es ums Reisen und Fernweh, um Sehnsucht nach vergangenen Tagen und neue Entdeckungen. Auch bei ernsten Themen wie Gesellschaftskritik nehmen sie kein Blatt vor den Mund („People Shoot People“). Auf den neun Tracks beweisen die fünf Herren durchaus Ohrwurmpotenzial und zeigen, dass sie die leisen Töne genauso gut beherrschen, wie das laute Abrocken. Sänger Rudolf kann genauso gut ins Mikrofon flüstern, wie er hinein brüllen kann. Zu Mitte der Platte bringt der Song „Whiteout“ etwas Schwung hinein und vermittelt sogar positive Energien!

Denn alles in allem ist „Stories From The Sea“ ein recht düsteres Album. Wer schwache Nerven hat, sollte bei grauem Regenwetter lieber zu anderer Musik greifen, sonst könnte er auf falsche Gedanken kommen. Die hörenswerten Texte gehen hier und da leider in der musikalischen Untermalung verloren. Dafür kann man in jedem einzelnen Stück versinken und sich von der Melancholie tragen lassen. Hinaus auf den endlosen Ozean. Oder in einen Klub in der Nähe, in dem die Band das neue Album live vorstellt! Die Termine zur Tour gibt’s auf ihrer Homepage.

(* Die Review zum brandneuen 12. Album findest du hier!)

 

 

In aller Kürze:

Heiligenblut
„Stories From The Sea“
VÖ: 13.04.2012

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