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Heinz aus Wien im Interview

Heinz aus Wien im Interview

Heinz aus Wien – Was´n das für´n Scheiß?!“. So lautete die Überschrift im SPEX über die 1996 erschienene allererste Heinz LP. Nichtsdestotrotz präsentieren Heinz  aus Wien am 13. April 2012 ihr bereits neuntes Album mit dem überraschenden Titel „Heinz“.

Luis traf die drei gutgelaunten Oberheinzer Michi Gaissmaier, Cornelius „Conny“ Dix und Bernd Jungmaier in ihrem edlen Haus- und Hofstudio auf der Mariahilfer Straße an einem sonnigen Dienstagnachmittag.

Das 1996 erschienene erste Heinz Album ist ja bereits eine zeitlang her…
M: Das ist richtig!

Jetzt 16 Jahre später: Wo seht ihr die musikalischen und/oder textlichen Unterschiede?
M: 1995, als wir begonnen haben für das Album zu arbeiten, ist das alles so zufällig passiert. Bei der jetzigen Platte haben wir schon gewusst, dass es Heinz gibt – das ist der spezielle Unterschied.

Woher kam das Bedürfnis ein neues Album zu schreiben?
C: Na ja, das erste Album entstand aus einer Sturm und Drang Phase heraus. Nachdem sich ein wenig Erfolg einstellte gab’s beim zweiten Album einen gewissen Druck der Plattenfirma aber spätestens seit dem dritten Album produzieren wir Alben, weil wir das wollen und einfach Bock darauf haben das zu machen.

Wie passiert bei euch das Songwriting?
B: Es war immer schon so, dass wir die Songs gemeinsam erarbeitet haben. Und dann in einem demokratischen Prozess entscheiden, ob es eine Nummer aufs Album schafft oder nicht. Es gab vor diesem Album bereits ein komplett Fertiges, welches wir gekübelt haben bis auf einen Song.

Mich erinnern die Texte von Heinz immer ein wenig an die große BRAVO Fotolovestory.
C: Man ist ja auch thematisch beschränkt, wir gehören keiner Randgruppe an und…
M: Als Rockmusiker ist man schon ein wenig Randgruppe. Aber ich glaube es gibt kein anderes Heinz Album das weniger Nummern hat, wo es um zwischenmenschliche Beziehungen geht – ganz ehrlich.

Wie würdet Ihr einen typischen Heinz Fan charakterisieren?
M: Zwischen 15 und 50 Jahre alt und von männlich bis weiblich, in allen Berufsgruppen tätig. Ein typischer Heinz Fan hat mit allen anderen Heinz Fans eines gemein – nämlich dass er Heinz Fan ist.

Im Song „Wenn ich 18 bin“ singt ihr: „Meine große Schwester, die geht immer abends fort!“. Gab es diese Schwester jemals wirklich und wenn Ja, wie alt wäre sie dann heute?
M: Ich glaube es war eine fiktive Schwester von Lelo (Anm: Lelo Brossmann, ehemaliger Heinz Gitarrist) und wäre somit heute wohl über 40. (Gelächter)

Nach den drei Nominierungen: Wann gewinnt Heinz den Amadeus Award?
M: Schwierig, wir gelten ja nicht als Kritikerlieblinge.
C: Vielleicht in der Rubrik „Best verkauftes Album“.
M: Die Kategorie gibt’s ja gar nicht, Conny.
B: Wir haben auch in all den Jahren noch nie einen Preis oder eine Förderung erhalten – irgendwann gewöhnt man sich daran.



Wie sieht es aus mit euren Tourneeplänen?
M: Wir wollen auf jeden Fall wieder verstärkt live spielen. Es gibt jetzt keine eigentliche Tour, das macht in Österreich auch wenig Sinn. Aber wir wollen auf jeden Fall wieder mehr Konzerte spielen als die Jahre zuvor.

Habt ihr abschließend noch einen Ratschlag für Bands, wie sie es schaffen, es so lange miteinander auszuhalten?
M: Man sollte nur die Kommentare auf der FM4 Seite und auf standard.at lesen und man sollte sich daran halten. Da kommt man weit im Leben – nämlich genau bis zur nächsten Schusswaffe. Nicht alle die was sagen haben immer recht.

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Luis Pasching
äähm, mir ist grad ein bisi schlecht
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