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Cro – Gasometer

Cro – Gasometer

Pandamasken, Feel-Good-Mukke und ein Haufen sehr gut gelaunter Teenies! Cro, der Newcomer des Jahres, war am 24. Oktober im ausverkauften Wiener Gasometer zu Gast und zeigte allen warum er der unangefochtene King of Raop ist.

Rap-Fan oder nicht, nichts führte im vergangenen Sommer an Cro vorbei. Die Tickets für die Shows des Chart-Stürmers waren sogar so heiß begehrt, dass die Konzerte in größere Hallen verlegt werden mussten. Kaum angekommen, fällt der Blick sofort auf die ewig lange Schlange beim Einlass. Teenager, junge Erwachsene und Kinder mit ihren Eltern – alle lieben den Anti-Gangster-Rapper.

Für die perfekte Einstimmung sorgen an diesem Abend der Rapper Sam und sein DJ Chelo, die unter dem Namen Sam unterwegs sind. Die zwei sympathischen Jungs sorgen trotz ihrer noch geringen Bekanntheit bei den meisten für Begeisterung. Spätestens als dann auch noch ein Sample von Gotyes „Somebody That I Used to Know“ erklingt, haben sie das Publikum auf ihrer Seite.

Foto by Jerzy Bin

Das Warten auf den Hauptact beginnt. Als auf der Bühne ein überdimensional großes CRO auftaucht wird klar, dass man es hier mit einem echten Frauenschwarm zu tun bekommt. Kreischende Mädels, wohin das Auge reicht. Das Licht geht aus und die Show beginnt, jetzt melden sich auch die anwesenden Herren zu Wort. Wie gut, dass Cro für den Anfang gleich sein Intro zur Hand hat. „Hi Kids, ich bin Carlo. Werft den Arm hoch und gebt mir ein Hallo!“, tönt es gleich als nächstes. „Hallo!“ lautet natürlich auch die voller Inbrunst zurückgerufene Antwort. Der junge Mann mit der Pandamaske weiß einfach genau, wie er mit seinem Publikum umgehen muss. Leichtfüßig bewegt er sich über die Bühne, macht einen Scherz nach dem anderen und bindet seine Band geschickt in das ganze Spiel ein. Songtechnisch liefert der Panda eine gute Mischung aus Debütalbum und Mixtape. Bei „Du“ ist das Publikum gesanglich sogar so motiviert, dass Cro kurzerhand beschließt den Refrain noch einmal auf Video einzufangen.

Foto by Jerzy Bin

Das obligatorische von der Bühne gehen, zelebriert der freche Newcomer mit einer kurzen Gesangseinlage von Justin Timberlakes „Cry Me a River“. Ein paar Nummern später kommt es zum lang ersehnten Höhepunkt der Show, dem Megahit „Easy“. Wer selbst jetzt nicht lauthals mitsingen kann, muss die letzten Monate verschlafen haben. Cros Vorschlag, die Show einfach noch einmal von vorne zu beginnen, stößt auf große Zustimmung. Als das wiederholte Intro langsam wieder verhallt, ist das Konzert pünktlich um 22 Uhr endgültig zu Ende.

Cro-Skeptiker können jetzt an den kurzen Songs, der fehlenden Tiefe der Texte und an den vielen Kiddies herummäkeln. Am Ende bleibt aber die Gewissheit, Cro ist einfach verdammt gut in dem, was er tut. Wer schon das Album und das Mixtape genossen hat, wird live große Freude mit ihm haben.

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Vanessa Spanbauer

„Stop trying to fit in – when you were born to stand out!“

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