Isengrin – Brastod

Andreas Straßmayr 22. Juni 2012 0

Heidnische Klänge, Riffs die zum Headbangen einladen und eine Stimmung, die wir seit einiger Zeit im Bereich des Pagan-Metals vermissen – Isengrin spielen mit „Brastod“ gekonnt auf und hauen uns schlichtweg vom Hocker.

Kaum zu glauben, aber wahr: Die junge, Tiroler Formation Isengrin besteht seit knapp zweieinhalb Jahren und übertrifft mit ihrer Demo-CD „Brastod“ bereits jetzt schon viele Genrekollegen. Das Quartett greift dabei auf altbekannte, jedoch niemals aus der Mode tretende Themen wie Natur, Heidentum aber auch generelle antike, sowie heidnische Themen zurück. Obwohl die Tiroler (sowie die Tirolerin) erst eine knappe Zahl an Auftritten vorweisen kann, präsentieren sie sich überraschend geschickt.

Auf dem Demo-Tape zeigt sich Isengrin von seiner besonders mächtigen Seite: Eine kurzes, knappes Intro, auf welches dann gleich ein mächtiger Kriegsschlag, in Form von fünf bemerkenswerten Tracks folgt. Hier erlebten wir Gänsehaut pur – selten sahen wir heidnische Rituale, untergegangene Trommler aus alten Zeiten, längst verstorbene Krieger sowie vergessene Götter so detailtreu und herzerwärmend vor unserem geistigen Auge, wie auf dieser CD.

 

 

Die Produktion aus technischer Sicht ist in vielerlei Hinsicht mittelmäßig, aber selbstverständlich nachvollziehbar und stellt nach einer kurzen Eingewöhnung keine Probleme dar. Vor allem für eingefleischte Pagan-Fans (oder generell auch Black Metal Fans), welche sich gerne „Back To The Roots“ begeben möchten, sollte die Qualität keine Probleme darstellen, sondern für erfrischende Abwechslung sorgen. Isengrin wird jedoch auf ihrem kommenden Longplayer bestimmt noch die Möglichkeit bekommen, mehr Tonqualität aus ihren Werken herauszuholen.

Die Musiker von Isengrin punkten mit ihrem ersten Release praktisch in jeder Hinsicht und beweisen als österreichische Band erneut, dass in unserer Alpenrepublik die genialen und vielversprechenden Musiker längst nicht ausgestorben sind, sondern sich vielleicht an eher mystischen und heidnischen Orten, wie Wälder, Berge, Flüsse, Wiesen, Täler, Höhlen, uswusf. versteckt halten. An alle Pagan-Fans: Zugreifen!

 

In aller Kürze:

Isengrin
“Brastod”
VÖ: bereits erschienen

 

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