Jänner 12 – Fotzhobl

Yavuz Odabas 11. Januar 2012 0

Für die Jungs von Fotzhobl könnte der Start ins neue Jahr nicht besser sein. Zum einem haben sie den Austrian Newcomer Award gewonnen und zum anderen sind sie unsere Band des Monats. Mehr über Oberösterreich erfährt ihr hier.

 

Wie geht es euch?
Gut! Das neue Album “In Foab” ist endlich fertig und sollte demnächst in unserem Postkasten landen. Und dann gewinnen wir auch noch den Austrian Newcomer Award 2012. Besser kann ein Jahr gar nicht anfangen – oder?

Letztes Jahr bei den Local Heroes Finale habt ihr Platz 8. belegt und
heuer habt ihr den Austria Newcomer Award gewonnen? Was habt ihr dieses Jahr anders gemacht?
Eigentlich haben wir nichts anders gemacht. Wir haben immer versucht unser Ding durchzuziehen und einfach gute Musik zu machen. Letztes Jahr beim Local Heroes hat’s nicht ganz gereicht. Beim Austrian Newcomer Award hat’s dieses Jahr geklappt. Natürlich ist da auch ein Fünkchen Glück dabei.

Am 16.2. wird auch der Publikumaward vergeben. Falls ihr das gewinnen
solltet, habt ihr schon Pläne wie ihr den Betrag investieren werdet?
Mit 5000 € lässt sich ja so einiges anfangen. Bei uns gehts aber derzeit noch ums Abschließen. Wir könnten z.B. Die Schulden abbezahlen, die bei der Produktion des neuen Albums entstanden sind. Mit den restlichen 50 € könnten wir dann essen gehen. Oder wir investieren in Immobilien und eine Bandyacht. Ideen hätten wir genug.

Das nächste Album “In Foab” wird am 9.3. erscheinen? Worauf muss sich
das Publikum einstellen? (Wird es eine Fortsetzung von “Stille Post”?
Das neue Album ist weniger eine Fortsetzung sondern eher eine Weiterentwicklung unserer Musik. So sind die Songs einerseits vielseitiger, andererseits reduzierter und mehr auf den Punkt gebracht. Wir haben lange getüftelt und probiert um aus den Liedern das Wesentliche rauszuholen. Wer unsere Musik schon kennt, weiß ja, dass wir uns Inspiration aus verschiedensten Genres holen. Diesmal haben wir uns bei einem Song sogar im Rap versucht. Es sind auf jeden Fall einige Überraschungen dabei.


Was steckt hinter dem Namen “In Foab”?
Jedes Lied am Album hat seinen eigenen Charakter – seine eigenen Farben. Zusammengenommen ergeben sie ein buntes Gesamtbild. Das Albumcover ist dabei bewusst schwarz – weiß gehalten. Wir wollen nichts vorwegnehmen. Jeder soll sich sein eigenes Bild machen.

In welche Schublade könnte man euch mit dem neuen Album stecken? Welche
Elemente in eurer Musik sind typisch für euch?
Als Band ist es immer schwierig, die eigene Musik zu schubladisieren. Wir machen viele Schubladen auf und wieder zu. Die meisten öffnen wir auch nur so weit, dass wir gerade nicht hineinpassen.

Könnt ihr euch vorstellen ein Album ausschließlich mit englischen
Texten zu veröffentlichen? Oder zumindest in Hochdeutsch?
Als Musiker können wir uns das natürlich vorstellen. Es wäre halt nicht mehr Fotzhobl. Die Mundart ist ja ein Hauptbestandteil unserer Musik.

Seid ihr eher eine „Spaß“-Band oder „Botschaft“-Band?
Die Texte sind auf jeden Fall ein äußerst wichtiger Bestandteil unserer Musik. Wir versuchen scheinbar Gegebenes zu hinterfragen und wollen Denkanstöße geben – aber keinesfalls belehren. Wir verpacken in unseren Liedern, was uns gerade beschäftigt. Das kann manchmal kritisch, manchmal gefühlvoll und manchmal zum Schmunzeln sein.

Und nun zu etwas ganz anderem. Wie stellt ihr euch eurer zukünftigen
Schwiegermutter vor?
Eigentlich konzentrieren wir uns eher auf die Töchter der vielen Schwiegermütter da draußen…

Welche Eigenschaft mögt/hasst ihr aneinander?
Am meisten hassen wir die Entfernung. Wir leben als Band quasi in einer Fernbeziehung zwischen Linz und Wien. Und was als Paar schon oft schwierig genug ist, fällt zu fünft nicht gerade leichter. Wenn wir uns sehen, mögen wir uns dafür umso mehr. Aber der Beziehungsstreit ist uns natürlich nach zahlreichen gemeinsamen Tagen im Studio nicht fremd.

Die letzen Worte gehören euch!

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Links: www.fotzhobl.at
facebook.com/fotzhobl

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