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Jonathan Jeremiah – Szene Wien

Jonathan Jeremiah – Szene Wien

Mit seinem aktuellen Album ist der sympathische Musiker auf Tour durch Europa und hat am 13.3.2012 in der Wiener Szene Halt gemacht. Warum der Abend wirklich von vorne bis hinten absolut gelungen war, lest ihr natürlich hier.

 

Es kann schon einmal vorkommen, dass man ein Konzert wegen diesem und jenem Hauptact besucht und über den Support eher wenig bis gar nichts weiß. Und dann ist man so richtig überrascht. Richtig positiv überrascht. Wer Chris Schermer vorher noch nicht kannte, hatte bei seinem Supportslot in der Wiener Szene bestimmt genau dieses Erlebnis. Es kann eigentlich nicht anders sein.

Mit seiner „oidn“ Akustikgitarre aus dem Jahre 1954 hat der halb aus Australien, halb aus Kaprun stammende Musiker das Publikum für sich gewonnen. Ganz allein auf der Bühne hat er nicht nur diese voll und ganz mit seinen berührenden bis witzigen Songs gefüllt. Ganz schnell hat sich nämlich auch der Saal in der Szene mit fasziniert Lauschenden gefüllt.

Mit seiner unglaublich soften und zugleich leicht rauchigen Stimme hat er von einschneidenden Erlebnissen und Erinnerungen aus der Vergangenheit gesungen – persönlich, sympatisch, fesselnd. Auch für ein Cover hatte er in seinem leider recht kurzen Programm noch Platz. „Heart Of Gold“ von Neil Young, dem Original in nichts nachstehend.

Musikalisch ganz anders angelegt aber ebenso sympathisch hat danach Jonathan Jeremiah die Bühne für sich beansprucht. Statt alleine seine Songs zu bestreiten, hatte er – wie auch auf seinem aktuellen Album – ordentlich Verstärkung. Fünf hochkarätige Musiker, alle versiert auf mehr als nur einem Instrument haben den fantastischen Sound ebenso definiert wie das unvergleichliche Timbre von Jeremiahs Stimme.

Gleich relativ zu Beginn des Sets gab es dann auch schon das erste Highligt: „Happiness“, vom aktuellen Album des Briten. Die Hochstimmung im Publikum hielt sich danach bis zum Schluss, tosender Applaus nach jedem Song. Vor allem nach denen der kleinen Sondereinlage, bei der sich Song für Song einige der Musiker kurz von der Bühne verabschiedet haben. Solange, bis Jonathan Jeremiah mit „A Solitary Man“ ganz alleine mit seiner Gitarre dastand und die kollektive Gänsehaut beinahe greifbar war.

Um die Zugabe hat er sich nach dem Set zwar sehr lange bitten, doch die Menge hat nicht aufgegeben. Zum Glück.

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