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Klassiker – Eine Serie (1)

Klassiker – Eine Serie (1)

Unser Markus hat für alle Musikbegeisterten und die es noch werden wollen, eine kleine Serie zusammengestellt. Klassiker der Musikgeschichte – Werke von Beethoven, Filmmusik, Musicals und weit darüber hinaus. Viel Spaß!

Dies soll eine kleine, aber feine Serie für euch werden, welche die „Klassiker“ der Musikgeschichte für alle etwas schmackhafter machen soll. Aber was ist darunter zu verstehen? Eigentlich alles. Wir möchten euch etwas über klassische Werke von Bach bis Beethoven und darüber hinaus erzählen. Auch Filmmusik, Musicals und natürlich einzigartige Alben der Geschichte, ob von Michael Jackson oder Elvis Presley sollen hier näher beleuchtet werden. Und außerdem, wie sich diese einzigartige Musik bis heute auf das aktuelle Geschehen in der Musikszene auswirkt. Aber genug erklärt, lasst uns anfangen!

Der vierte Satz aus Dvořáks 9. Symphonie
 

Zu Beginn wollen wir euch gleich ein einzigartiges Werk näher bringen: Dvořáks „9. Symphonie“, besser bekannt unter dem Beinamen „Aus der neuen Welt“. Dieses Werk, bestehend aus 4 Sätzen, verdient die ganze Aufmerksamkeit seines Hörers. Der Name bezieht sich übrigens auf Amerika. Dvořák, aus Böhmen stammend, war, als er diese Symphonie schrieb (1893), Direktor des National Conservatory of Music in New York. Zur Zeit der Neunten war Dvořák am Höhepunkt seines kompositorischen Schaffens angelangt. Die intensiven Emotionen, die in jedem Satz zum Ausdruck gebracht werden reißen bestimmt jeden mit.

 So zum Beispiel gleich im 1. Satz, der nach ruhigem Bläserbeginn mit voller Kraft in den Streichern einsetzt. Zum Ende des Satzes wird es (mit einigen Ruhephasen) auch immer stürmischer. Passend zu einer Symphonie ist der 2. Satz ein langsamer. Das ergreifende Largo (die Bezeichnung für diesen Satz) ist durch „Hiawatha“, einer Dichtung Longfellows, inspiriert. Hiawathas Gefährtin Minnehaha ist verstorben, Hiawatha setzt deswegen zu einem Totengesang an. Der 3. Satz ist wieder um einiges schneller, ein Scherzo mit rhythmisch sehr markantem und interessantem Hauptthema.

Und wer behauptet, er habe keine Zeit um sich einer ganzen Symphonie zu widmen, sollte sich zumindest den 4. Satz anhören. Unglaublich, was hier vom Orchester gezaubert wird. Allein der bedrohlich wirkende Anfang und der Einsatz des Hauptthemas (anfangs vom Horn gespielt, später von den Streichern übernommen) ist atemberaubend! Man könnte sich hier ganz leicht an einen sehr bekannten Film erinnert fühlen: John Williams, Komponist der Filmmusik zu „Der weiße Hai“ wird sich hier wohl einiges an Inspiration geholt haben. Alles in allem brilliert dieser Satz auch wieder durch den Abwechslungsreichtum bei den Rhythmen, den Tempi und dem Gegensatz zwischen „indianischer“ und „böhmischer“ Musik.

 Besonders hervorzuheben ist in dieser Symphonie, dass in den späteren Sätzen musikalische Themen aus den vorangehenden übernommen werden. Diese Kompositionstechnik gab es zuvor nicht!

Einspielungen gibt es viele von dieser häufig gespielten Symphonie, sehr zu empfehlen ist aber jene von Sir Georg Solti (Dirigent) zusammen mit dem Chicago Symphony Orchestra. Und für all jene, die sich das Werk genauer anhören möchten, gibt es hier eine Aufnahme vom Columbia University Orchestra als gratis Download.

 Zum Abschluss zwei sehr interessante Einspielungen für all jene, die nicht auf die elektrisch verzerrten Gitarren verzichten möchten:

Hier spielen Epica mit dem Miskolc Symphony Orchestra den kompletten ersten Satz, und hier spielen Therion mit demselben Orchester den Beginn des 4. Satzes. Sehr gelungene Arrangements, auch wenn das Orchester etwas mehr Arbeit investieren hätte können. Trotzdem absolut hörenswert!


Der erste Satz der Symphony von Epica mit dem Miskolc Symphony Orchestra

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