Kraftklub im Interview

Alexander Blach 16. April 2012 0

Vor dem Kraftklub – Konzert am 12. April im Grazer P.P.C, nutzten wir die Chance für ein kurzes Tracklist-Interview mit den Burschen. Rede und Antwort standen uns dabei Schlagzeuger Max und Gitarrist Steffen. Was jetzt genau vintage und was retro ist, erfährt ihr hier!

Eure Mädchen“: Wie groß war die Überraschung über den plötzlichen Erfolg?
Max: Überraschend war, dass das ne Single geworden ist und das Video so gut ankam. Eigentlich haben wir einen Tourtrailer gedreht – hat aber der Plattenfirma so gut gefallen, dass die dann ein Musikvideo daraus machen wollte, um das als Vorabsingle zum Album auszukoppeln. Das fanden wir cool.

Ritalin/Medikinet“: Autobiografisch oder reine Fiktion?
Max: Autobiografisch. Unser Bassist Till musste von der fünften Klasse bis zur neunten Ritalin nehmen und das hat ihn schon krass verändert, also in seinem Wesen bzw. seinem Sein. Ist echt eine krasse Droge, die den Menschen verändert. Eigentlich bist du total verbogen, aber alle finden dich toll.
Steffen: Wie wenn ich betrunken bin! Nüchtern bin ich nüchtern und voll bin ich toll!

Ich will nicht nach Berlin“: Ab wann ist die Brille „vintage“ und wann „retro“?
Steffen: Ich kenn den Unterschied gar nicht.
Max: Steffen, du hast eine Brille auf, die ist eher..?
Steffen: Ich würde sagen alt! Retro ist etwas, das neu ist, aber alt aussieht. Vintage ist, wenn’s wirklich alt ist.

Liebe“: Beziehung oder doch lieber Single?
Max: Ich bin in einer Beziehung.
Steffen: Ich eigentlich auch. Auf Facebook müsste ich schreiben „Es ist kompliziert“. Eine Beziehung ist aber immer schön.

Tipps mit Trennung klar zu kommen?
Max: Ganz viel trinken – bis der Arzt kommt!

Melancholie“: was macht euch glücklich?
Max: Jetzt gerade macht mich die Sonne megakrass glücklich. Hier in Graz ist schon fast alles grün, echt krass.

Karl-Marx-Stadt“: Seit ihr stolz auf eure Herkunft?
Steffen: Nicht unbedingt stolz, aber wir finden’s schön aus Karl-Marx-Stadt zu kommen und nicht aus einer größeren, beliebteren Stadt. Wir finden’s schön da und sind auch gerne dort.
Max: Das liegt auch an der Mentalität, es ist nicht die Stadt, sondern die Mentalität, die uns geprägt hat, so wie wir sind. Man geht in einen Club und es gibt im Monat viele verschiedene Veranstaltungen – ganz bunt gemischt – aber es sind immer dieselben Leute dort. Das heißt, der House DJ kommt zum Indie-Event und umgekehrt.

Songs für Liam“: Was stört euch im Moment am meisten an der Welt?
Max: Dass ich schwitzen muss beim Spielen.
Steffen: Die Benzinpreise.
Max: Ja, die Benzinpreise, in Ostdeutschland ist’s wenigstens um einen Cent billiger, aber im Westen sind sie schon sehr teuer.

Kein Liebeslied (Oh Yeah)“: Was ist das romantischste, das ihr jemals getan habt?
Steffen: Soviel gibt’s da gar nicht. Ich hab dem Till mal etwas zum Essen gemacht, das fand ich sehr romantisch.
Max: Ich mache auch sehr viel für Till, ich trage ihm seine Klamotten und Dinge, die er vergisst, hinterher. In gewissermaßen Liebe!

Lieblingsband“: Welcher Bandvergleich nervt euch am meisten?
Steffen: Ich weiß gar nicht, das häuft sich gar nicht mehr so viel. Früher waren’s gerne mal Die Atzen.
Max: Genervt hat’s uns noch nie so wirklich. Ist doch ein Kompliment, wenn man mit Bands wie The Hives oder Franz Ferdinand verglichen wird.

Mein Leben“: Was sind die Vor- und Nachteile eures jetzigen Leben?
Steffen: Vorteile: Man ist viel unterwegs mit Freunden, man bekommt immer Essen und Bier umsonst. Nachteile: man ist selten zu Hause.
Max: Vorteile: Man hat megakrass viel Geld, sieht man an der Hose von Steffen oder an meinen Schuhen.
Steffen: Wir können’s leider nicht ausgeben, weil wir nur unterwegs sind und eh alles umsonst bekommen, das ist ein echter Nachteil.

Scheissindiedisko“: Wie ernst nehmt ihr euch selbst?
Max: Steffen, nimmst du dich gerne mal auf die Schippe?
Steffen: Es ist lustig ironisch zu sein, wir sind gerne lustig. Wir wollen auf keinen Fall eine Klamauk-Band sein, aber ein bisschen Ironie und Humor ist immer gut in der Band.

Zu jung“: Ist euer Leben nicht Rock’n’Roll genug?
Max: Wann hast du das letzte Mal einen Fernseher aus dem Hotelzimmer geworfen, Steffen?
Steffen: Noch nie!
Max: Die Fernseher heutzutage sind auch viel zu groß, die passen nicht mehr durch’s Fenster.
Steffen: Wir haben gar keinen Bock auf Rock’n’Roll, wir sind dafür viel zu faul!

Wieder Winter“: Wie feiert ihr Weihnachten?
Max: Auf Tour, alle zusammen, singen uns ein Lied.
Steffen: Till singt Lieder und hat seinen Norweger-Pulli an, Karl macht immer die Bowle. Dann schauen wir uns alle zusammen „Schöne Bescherung“ mit Chavy Chase an.
Max: Klasse!
Steffen: Und dann geht man zur Familie – Saufen!

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