Home   /   Interviews  /   Lost Losers im Interview

Lost Losers im Interview

Lost Losers im Interview

Die burgenländische Rock-Band gestattet enemy.at ein Interview in ihrem Heiligsten. Im gut ausgestatteten Proberaum zwischen Verstärkern, Aufnahmegeräten, diversen Gitarren und Drum-Set, gaben sie Auskunft über die neuesten, spannenden Pläne.

 

Wie ist der Musikgeschmack der einzelnen Bandmitglieder?
Gerrit Braun: Kreuz und quer.
Marcel Zwinger: Ich bin eher in den 90ern hängen geblieben. Grunge, definitiv. 75 Prozent Grunge, 15 Prozent Punkrock, und der Rest ist auch diverser Rock.
Mario Gisch: Alles! Gute Chart-Lieder, Party-Lieder, Metal. Eher mehr Metal. Ich bin da nicht so wählerisch.
Gerrit: Bei mir Rock, Singer-Songwriter. Aber auch Klassik, muss ich zugeben, hör ich auch gerne. So nebenbei.
Mario: Ich gar nicht!

Also das gehört für dich dann nicht zu „Alles“ Mario?
Mario: Sagen wir, alles, was Stimmung macht.
Gerrit: Jutta unsere Sängerin fühlt sich in den 60er und 70er Jahren eher zu Hause. CCR, und so. Austropop hört sie auch gerne.
Marcel: Björk und verschiedenste Sängerinnen eben. Sie mag markante Stimmen.
Mario: Matthias, unser Bassist, mag wiederum 80er Jahre Metal extrem gerne. Sowas wie Judas Priest und Iron Maiden.

Ich frage deshalb, weil ich mir schwer tat, eure Band mit anderen zu vergleichen, oder eure Art von Musik zu kategorisieren.
Gerrit: Ich musste das angeben, als ich unsere Homepage anlegte, und saß bei der Frage „Hört sich an wie…?“ eine halbe Stunde und hab auch keinen richtig treffenden Vergleich gefunden.
Marcel: Es ist halt eine komische Konstellation von den Arten, die wir selber gerne hören. Und das spielen wir dann auch, das bringt jeder dann in den Song mit ein.
Gerrit: Mir war das aber auch wichtig bei unserer zweiten CD „The Great Escape“. Das Album sollte bewusst vielschichtig sein.

 

Ihr habt mit Rock on Board demnächst (06.06.2012) ein eher unübliches Projekt am Start. Was ist die Idee dahinter?
Gerrit: Da spielen wir auf einer Bootsrundfahrt am Neusiedler See. Es ist schon ein gewagtes Unterfangen, da wir oben am Deck spielen und wegen dem möglichen Wind auf dem See mache ich mir ein wenig Sorgen um den Sound. Doch wir können auch unter Deck spielen, falls es regnet. Die Idee war, einen Special Event für unsere richtigen Fans anzubieten. Die Auflagenzahl ist mit 100 Stück begrenzt. Auf dem Boot ist eben nur begrenzt Platz. Innerhalb von zwei Tagen waren aber schon ca. 80 Prozent verkauft gewesen. Und falls der Strom nicht mehr geht, haben wir auch gegen Ende hin ein paar Akustik-Stücke.
Marcel: Es könnte schon eng werden auf dem Schiff. Es ist eben hauptsächlich für unser Stammpublikum gedacht.

Ich hab gelesen, dass ihr aber auch noch ein zusätzliches Zuckerl für eure treuen Fans habt.
Gerrit: Wir haben eine auf 50 Stück limitierte EP namens „Leave The Rain Behind“ aufgenommen, mit vier neuen Songs, die wir dann auf dem Boot erstmals zum Verkauf anbieten werden. Wir warten mal ab, eventuell werden wir bei Nachfrage noch mehr von der EP produzieren.

Gerrit, du schreibst ja den Großteil der Songs. Hast du schon mal ein Lied geschrieben, wo du danach bemerkt hattest, dasses das leider schon gegeben hat?
Gerrit: Ja, das ist mir schon passiert. Ich hatte einmal ein Lied meiner Freundin vorgespielt, und diese meinte dann „Das kenn ich ja schon von wo her“. Es war ein eher langsames Akustik-Stück namens „Rockstar“. Und ich musste dann zugeben, dass es sich tatsächlich so wie ein bekanntes Lied der Band „Echt“ anhörte. Also hab ich es dann sofort verworfen.

Ihr singt ja abwechselnd, du und Jutta. Wie legt ihr fest, wer welchen Song singt?
Gerrit: Grundsätzlich muss es zum Song passen, es muss funktionieren. Dazu kommt dann aber auch noch das Ego, es ist schon ein Ego-Ding auch. Jemand anders kann mit den eigenen Texten nicht so viel anfangen wie man selbst. Ich will dann nicht meine Texte erklären müssen. Das hat einmal der Sänger der deutschen Band Kettcar, Marcus Wiebusch, gemacht und hat mir damals damit die ganze Magie genommen.

Du hast ja kürzlich auch eine Solosingle herausgebracht. Die ist schon sehr im Singer-Songwriter-Stil gehalten. Startest du jetzt auch Solo durch?
Gerrit: Es stimmt schon, in der Akustik-Schiene fühle ich mich teilweise auch am wohlsten. Das merke ich auch live besonders gut. Wenn die Blicke auf einem ruhen und man merkt, man hat die Leute im Bann. The Beat, so heißt das Solostück, spielen wir aber auch mit den Lost Losers.
Mario: Es ist aber für mich als Drummer zum Beispiel nicht so aufregend zu spielen.
Gerrit: Ich hab den Song zur Probe gebracht, und nicht jeder der Band war davon gänzlich begeistert. Und da ein Freund von mir sich kürzlich ein Studio eingerichtet hat, hat eins zum andern gefunden. Mal schauen, wie sich das weiter entwickelt. Material hätte ich genügend.

Home   /   Interviews  /   Lost Losers im Interview

Tags

Bernd Eger
Arbeitet auch als Redakteur bei Fussballerleben.at
Related Article