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Madsen – Gasometer

Madsen – Gasometer

Am 12. Oktober beehrten Madsen das schöne Wien. Viele Fans konnten das Konzert im Gasometer kaum noch erwarten. Wir waren natürlich für euch bei diesem atemberaubenden Gig dabei, um euch alles darüber berichten zu können.

Gute Stimmung lag schon vor Konzertbeginn in der Luft. Als Vorband gaben sich die Jungs von Blackmail die Ehre. Sie machten ihren Job im Großen und Ganzen recht gut, nur der Sound war etwas verwaschen. Nichtsdestotrotz unterhielten sie die noch nicht ganz gefüllte Halle sehr gut.

Ganz gefüllt sollte sie aber noch sein, nämlich als die Helden des Abends an der Reihe waren: 15 Minuten nach Neun begannen Madsen gleich Vollgas mit – wie könnte es passender sein – „Wo es beginnt“.

Das Publikum war ab dem ersten Takt gefangen im Bann von Madsen und sollte es auch bis zum Schluss bleiben. Dies lag gewiss auch sehr stark an der tollen Publikumsnähe der Band, welche sich schon sehr früh in einem „Vorsingen – Nachsingen“-Spiel äußerte.
Madsen gaben weiterhin Vollgas, die erste ruhigere Phase (wenn auch nur musik-technisch!) gab es mit der Ballade „So Cool Bist Du Nicht“. Für den Song kam Keyboarderin Lisa Who hinter ihren Tasteninstrumenten hervor um vorne neben Sebastian Madsen zu singen. Wer hier keine Gänsehaut bekam, hatte wohl den Ohrenschutz zu tief in die Gehörgänge gesteckt!

Danach ging es wieder fetziger weiter, Sebastian Madsen erfreute beim Song „Goodbye Logik“ die ganze erste Reihe indem Er jedem (!) ein High Five gab. Für den nächsten Song blieb er neben der Bühne und sein Bruder Johannes Madsen demonstrierte eindrucksvoll, dass es nicht nötig ist, eine perfekte Gesangsstimme zu besitzen, um verdammt geile Musik zu machen: Mit dem tollen Song „Kein Mann Für Eine Nacht“ begeisterte er die Zuhörer.
Wobei das Wort „Zuhörer“ vielleicht nicht gut gewählt ist, eher „Mitstreiter“. Die Fans sangen jeden Song aus größter Überzeugung mit, kannten jedes Wort, jede Melodie und jeden Akkord ihrer Helden. Das lag sicher auch an der sehr gut getroffenen Songauswahl von Madsen. So hörte man aus wirklich jeder Schaffensphase der Band ihre besten Stücke.

Dass die „Indie“-Musiker auch härtere (und damit meinen wir wirklich brutale!) Töne anschlagen können, zeigten Madsen bei „Nitro“ oder bei einem ca. 1-Minütigen Metal-Intermezzo. Circlepits und eine Wall of Death waren vorprogrammiert. Eine der tollsten Aktionen der Band gab es bei einer der Zugaben: Beim Song „Du schreibst Geschichte“ erfüllten Madsen ihrem Fan Gerry einen Traum: Er wurde von der Band auf die Bühne geholt um den Song zusammen mit ihnen zum Besten zu geben.
Ein wahnsinnig geiles Konzert findet seinen Abschluss mit „Nachtbaden“. Zum Schluss des Songs drehte Madsen noch einmal richtig auf, das Publikum sang, sprang und tanzte.

Ein unvergleichlicher Konzertabend ging damit zu Ende, und wie bereits vor ein paar Wochen im Upcoming erwähnt, fragt sich jeder Konzertbesucher am Tag danach: wann darf ich Madsen wieder sehen?!

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