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Manowar – The Lord Of Steel

Manowar – The Lord Of Steel

Ein komplett verworfenes Konzept, ein neuer (alter) Drummer, neuer Sound, ein neues Artwork und neue, bisher unangetastete Gebiete. Wie sich „The Lord Of Steel“ in Wirklichkeit präsentiert erfährt ihr bei uns. „Hail and gähn!“

 

Manowar gelten als praktisch unangefochtener Führer in Sachen True/Heavy Metal – Kontroversen hin oder her, Peinlichkeit viel oder Peinlichkeit wenig bis Null. Manowar ist eine Band die man in den meisten Fällen entweder liebt und bis in den Tod verteidigt (bisherige Position des Redakteurs) oder sich über das in vielerlei Hinsicht lächerliche Image der Band amüsiert. Die Amerikaner haben uns eine Menge wirklich guter Alben geliefert und konnten immer wieder mit neuen Ideen ihre bisherigen Werke übertreffen. Zu erwähnen wäre da die Defender-Saga (Anfang 80er bis Mitte der 90er), sowie die Mitte 2006 begonnene Asgard-Saga, die sich nach mehrmaligem Anhören als wahrer Trumpf erweist.

2010 bringen die „Kings Of Metal“ erneut „Battle Hymns“ heraus und schießen sich damit zum ersten Mal selbst ins Knie: Der angeblich neue, frische Sound schafft es bei weitem nicht den Klassiker anno 1982 herauszufordern. „Battle Hymns MMXI“ verkaufte sich sehr schleppend und zeigt eine Band, die nicht nur unkreativ wirkt, sondern sich auch noch versucht auf alten Erfolgen auszuruhen. Angekündigt wurde eine Fortsetzung der gigantischen, epischen Asgard-Saga. Der Tod von Drummer Scott Columbus sollte die Band erneut schwächen – Man holte den alten Drummer Donnie Hamzik nun endgültig an Bord (er spielte zwischen 1982-1983, bzw. 2009-2010 auf Tour mit Manowar) und begann an neuem Material zu arbeiten.

In Videobotschaften meldete Joey DeMaio, Bassist und eigentlicher Frontman von Manowar, anfangs eine Fortsetzung der Asgard-Saga – doch 2012 wurde das Konzept verworfen. Man entschied sich definitiv gegen ein Konzeptalbum und begann an einer normalen LP zu arbeiten. Am 26.06.2012 wurde dann „The Lord Of Steel“ via Download veröffentlich – Freunde von Silberlingen mussten sich einen Monat länger gedulden.

„The Lord Of Steel“ verspricht seitens Manowar einen neuen, kräftigen, brutalen Sound. Ein böses Artwork sowie eine noch nie dagewesene Power. Wir haben somit die Messlatte kräftig angeschraubt und die CD eingelegt. Das Album beginnt SOFORT mit einer noch nie dagewesenen Polarisation, selbst für eingefleischte Manowar-Fans. Während die Gitarre mit einem relativ schnellen Riff loslegt, ertönt im Hintergrund plötzlich ein lang anhaltendes, furz-ähnliches Geräusch, welches sich über die nächsten 47 Minuten erhält. Der Gesang klingt etwas gedrückt und gedämpft – Eric Adams klingt heruntergekommen und müde. Das Schlagzeug variiert zwar etwas häufiger, ist aber in der Regel der selbe Schinken – Donnie Hamzik erfüllt die Rolle des unkreativen „Drumcomputers“ gekonnt und ausdauernd. Auch wenn das Schlagzeug auf „The Lord Of Steel“ generell schneller ist, krönt es Manowar’s Langweile sowie Unkreativität, die sie mit diesem Album nun endlich bis zur Gänze erreicht haben. Der Silberling präsentiert sich generell unglaublich erzwungen und somit sehr enttäuschend.

Joey DeMaio’s seltsamen Töne stammen von seiner „True Machine Of Death And Thunderstruck“ – seinem 4-, bzw. 8-Saitigen Bass, welcher mit scheinbar so vielen schlechten Effekten überzogen ist, dass er jedes gutgemeinte Stück in Schutt und Asche legt. Traurig.

„The Lord Of Steel“ präsentiert sich als pure Enttäuschung – sogar potentiell starke Stücke wie „Righteous Glory“ oder „Manowarriors“ werden durch die schlechte Performance der Band als „nicht genügend“ eingestuft. Hier hilft auch kein „Hail, Kill And Die“ als Abschluss. Für die Zukunft erwarten wir uns mehr. Unsere Enttäuschung für 2012 lautet Manowar – „The Lord Of Steel“.

 

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In aller Kürze:

Manowar
„The Lord Of Steel“
VÖ: bereits erschienen


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Lukas Elzbieciak
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