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Masters of Dirt – Schwarzlsee

Masters of Dirt – Schwarzlsee

Es wurde als Spektakel der Extraklasse angekündigt – das Masters of Dirt Open Air! Regen stand nicht auf der Gästeliste und hatte sich trotzdem reingeschlichen. Lest hier, welche Pannen es gab und warum es eine atemberaubende Show war!

Nicht nur den Besuchern des Nova Rock Festival machte Petrus an diesem Wochenende das Leben ein Stück schwerer. Auch ein paar Kilometer südlich zeigte sich der Wettergott wenig gnädig. Regen lag von Sonnenaufgang an, an der Tagesordnung, mal mehr, mal weniger. War es für kurze Zeit trocken und man packte den Regenschirm hoffnungsvoll beiseite, goss es die nächsten zehn Minuten wie aus Kübeln. Es war also kein Wunder, dass sich Freude unter den Besuchern des Masters of Dirt nur mäßig ausbreitete. Angekündigt war, dass der Regen um 19 Uhr aufhören sollte. Das war nicht der Fall.

Der Showbeginn war für 20 Uhr angesetzt und auch das klappte nicht so ganz. Um kurz nach acht Uhr erklärte der Host des Abends die Verzögerung; man hatte sich dazu entschieden, den Start der Show aufgrund der schlechten Bedingungen nach hinten zu verlegen. Die Fahrer hatten kaum üben können und generell ist der Grip, die Haftung am Boden, für Motorsportler das A und O – und bei Nässe leider absolut nicht gegeben. (Zuvor hatte man wenig erfolgreich versucht, den Boden mit Bunsenbrennern trocken zu bekommen.) So bat er uns noch um ein wenig Geduld und versprach uns eine komplette Freestyle-Show, da selbst die Fahrer noch nicht wussten, welche Sprünge überhaupt möglich sein würden.

Wenig später eröffneten die „Fuel Girls“ mit viel nackter Haut, lodernden Flammen und Feuerwerk die Show eindrucksvoll. Auch Petrus zeigte sich davon beeindruckt, die letzten Tropfen verzogen sich kurz darauf endgültig. Nur die Wolken blieben, vermutlich zum Zuschauen. Als erstes begaben sich die zehn FMX-Rider in schwindelerregende Höhen. Unter ihnen ein erst 13-jährigens (!) Nachwuchstalent, das wohl im gesamten Verlauf der Show am meisten beeindruckte. Auf den Führerschein für die Straße muss er noch ein paar Jahre warten, doch auf der Maschine zeigt er halsbrecherische Tricks wie die alten Hasen im Business!

 

 

Nach einer kurzen Beatbox-Einlage waren die BMX-Rider an der Reihe. Hier kam es zum zweiten und letzten Sturz des Abends (zuvor war einem der FMX Fahrer eine Landung missglückt), doch auch hier gab es keine ernsten Schäden. Beim zweiten Versuch schaffte Bienvenido Aguado Alba den komplizierten Sprung und warf vor Freude gleich mehrmals sein Bike durch die Luft.
Als nächstes hätte eigentlich mit einem Quad Stunts gezeigt werden sollen. Beim Proben ist dem leider etwas gebrochen, und da das Teil innerhalb der paar Stunden bis zur Show nicht ersetzt werden konnte, musste der Programmpunkt entfallen.

Auch beim folgenden EMX, einer neuen elektrischen Motocrossmaschine aus Österreich, hatte sich der Fehlerteufel eingeschlichen. Der Fahrer hatte den Schlüssel im Fahrerlager liegen lassen! Nachdem das winzige Problem behoben war, wurde demonstriert, wie viel Power in der Maschine steckt. Fazit: Es darf ruhig noch etwas mehr sein, da sie es nur knapp den Hügel hoch schaffte, doch allgemein sah es vielversprechend aus. Und ist dabei auch noch „grün“! Was volle Power ist, machten dann noch mal die FMX-Bikes vor und diesmal drehten die Fahrer richtig auf. Man sah einen „Backflip“ nach dem anderen, „No hander“, „No footer“ und mehr, gerne auch zu zweit oder dritt synchron nebeneinander! Das Ganze gipfelte noch in einem Wettbewerb darüber, wer seine Maschine am höchsten in die Luft bekommt, ähnlich dem Stabhochsprung. Zum Schluss befand man sich fast 10m über dem Hügel, der selbst schon 20m hoch war!

Doch die nächste Panne stand schon bereit. Die Attraktion – der Monster Truck – fing kurz nach Anlassen des Motors Feuer. Nicht dramatisch, die Flammen waren sofort gelöscht, doch man wollte das Problem von den Mechanikern beheben lassen und einen anderen Programmpunkt vorziehen. Strecke frei also für das Schneemobil, das sich fast so grazil in der Luft bewegte, wie sämtliche Bikes zuvor. Wenn so ein Teil einen „Backflip“ vollführt, macht das allerdings einen ganz anderen Eindruck!

Die begeisterte Menge schien derselben Meinung zu sein. Von Beginn des Events an war die allgemein betrübte Stimmung in Euphorie umgeschlagen, die nun ihren Höhepunkt zu erreichen schien. Genau richtig, für die finale Session mit den FMX Ridern, die zusammen und gleichzeitig mit dem Schneemobil die Strecke unsicher machten! Um noch mal klarzustellen, dass sie wahre Masters of Dirt sind!

 

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