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Mela – Alles in allem

Mela – Alles in allem

Die deutsche Band Mela spielte jahrelang unterstützt von elektronischen Instrumenten. Bis sie den Klang der Akustik für sich entdeckte und „Alles in allem“ aufnahm. Warum meine hohen Erwartungen nicht so recht erfüllt worden sind, erfahrt ihr hier.

Schon 2001 fanden sich Sänger Alex und Cajónspieler Bo zusammen und formten zusammen mit zwei anderen Herrschaften die Band Melanchtonay. Irgendwann zwischen damals und den folgenden vier Alben und einer EP wurde aus dem ursprünglichen Namen nur mehr Mela und Bassistin Lisa und Gitarrist Will komplettierten das Quartett. Zusammen entdeckten sie im verflixten siebten Jahr der Band ihre Liebe zur akustischen Musik. Drei Jahre später kam diese in Form einer CD und dem liebevollen Titel „Alles in allem“ auf den Markt.

Eröffnet wird das Album von dem Song „Sturm & Drang“, dessen Titel nicht treffender sein könnte. Die ersten dreizig Sekunden sind zwar sehr ruhig gestaltet, doch dann geht es rund! Leider ist das Lied kaum mehr als zwei Minuten lang und hört schon wieder auf, gerade als man sich richtig hineinfinden konnte.

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Die folgenden Lieder lassen einem da schon mehr Zeit, bereits beim ersten Hören mit dem Kopf zu wippen. Bei Mela ist definitiv Mitsing- und Ohrwurmpotenzial angesagt! Ihre Texte sind ansprechend, dabei jedoch nicht unbedingt leichte Kost. Oft muss schon mehrmals nachgegrübelt werden, um den Sinn der sorgfältig gewählten Worte zu verstehen.

„Kreise im System“ ist so ein Song, dessen Text zwar nicht durch Quantität, aber durch Qualität punktet. Besonders ist hier außerdem die eigenwillig klingende Gitarre in den Strophen. Sie erzeugt zwar hervorragend diese besondere Stimmung, will mich persönlich aber nicht vollkommen überzeugen.

Leider geht es mir mit der Stimme des Sängers ähnlich. Allgemein hat er eine angenehme Stimme, ab und zu klingt er für mich aber nicht hundertprozentig gerade, wenn auch nicht ganz schief. Wahrscheinlich ist dies von der Band durchaus so gewollt, mich stört es leider eher, als dass es mich anspricht.

„Alles in allem“ überzeugt mich daher nicht gänzlich. Mela haben ohne Frage tolle Texte, Ideen und einen guten Klang. Nach dem, was man auf ihrer Homepage über sie lesen kann, hatte ich jedoch mehr erwartet. Ich bin mir aber sicher, den ein oder anderen unter euch werden die oben erwähnten Kleinigkeiten weniger stören als mich. Diejenigen haben dann den perfekten Soundtrack für kuschelige Kaminabende gefunden!

 

 

In aller Kürze:

Mela
„Alles in allem“
VÖ: 2011

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