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MTV EMA 2012 – Behind the scenes Part 1

MTV EMA 2012 – Behind the scenes Part 1

Berichte über die EMAs es viele. Für diejenigen, die gern mal dabei wären, es aber noch nicht konnten und wissen wollen, was in den Werbepausen abgeht, ist dies der Richtige.

Die MTV EMAs werden stets als das „Musikhighlight des Jahres“ angekündigt. Für die Meisten sind sie dennoch uninteressant, wenn wie im letzten Jahr blutjunge Disneysternchen durch den Abend führen (von denen man nicht mal weiß, wofür sie berühmt sind) oder immer die gleichen Biebers und Gagas die Preise abräumen. Heute reizte die Show jedoch mit guten Performern wie The Killers oder dem Comeback von No Doubt und auch der Host ist schon länger volljährig – Heidi Klum.

 Schon lange vor Einlass stehen glückliche Kartengewinner am zweiten Sonntag im November Schlange vor der Festhalle in Frankfurt. Wer vorne mit dabei sein will, trotzt auch Temperaturen knapp über dem Nullpunkt. Doch nicht nur Karteninhaber, auch Justin Bieber-Fans standen an – ohne Tickets. Man könnte ja trotzdem Glück haben, auch ohne das erforderliche Alter von 16 Jahren. Sie wurden enttäuscht. Ihr Idol war sowieso nicht anwesend.

 Erst an den Securities am Eingang vorbei gelangte man dank guter Organisation schnell und stressfrei an seinen Platz in der Halle, die einer Zirkusarena glich. Verglichen mit den Venues aus den letzten Jahren ist die Festhalle zwar definitiv kleiner, und auch eine Bühne draußen gab es heuer keine, dafür hatte man sich mit dem Dekor viel Mühe gegeben.

 Pünktlich zum Start der Pre-Show um 20 Uhr dröhnte Rammsteins „Du hast“ aus den Boxen. Zwei Moderatoren betraten die Bühne, die für den restlichen Abend eher Motivatoren sein sollten und immer in den Werbepausen erschienen. Sie ließen die Menge noch zu den Atzen tanzen; übten mit uns das Applaudieren und den Tanz zum Superhit „Gangnam Style“ von Psy.

 

Eine Stunde später hieß Host des Abends Heidi Klum und ihre live noch viel quietschigere Stimme Zuschauer von Ort und zu Hause willkommen. Es gab einen kurzen Ausblick auf die Show und schon durfte Rita Ora, neuer Schützling von Jay-Z und eine Art britische Rihanna, die Show eröffnen. Schon hier wurden die ersten Pyro-Effekte verwendet, mit denen man auch im weiteren Verlauf des Abends eher klotzte, statt zu kleckern.

 Ohne Umschweife oder viel Gerede betraten sogleich Fun. die Vorderbühne und spielten ihren Superhit „We Are Young“, mit viel gesanglicher Unterstützung vom Publikum in der Halle. Als Nächstes sorgte Carly Rae Japsen mit einem Haufen Tänzern und dem Ohrwurm „Call Me Maybe“ für ausgelassene Stimmung. Ob Fan oder nicht – hier stand niemand still!

 Endlich durfte auch Heidi Klum auf der Bildfläsche erscheinen. An einem Reifen von der Decke hängend kündigte sie Lana Del Ray an. Die überreichte den Award für Best Female an Taylor Swift und wirkte dabei leicht angetrunken oder auch bekifft.

 Währenddessen hing schon eine Artistin in einem brennenden Reifen über der Vorderbühne und wartete auf ihren Einsatz beim folgenden Auftritt von Alicia Keys. Je länger die Arme da oben hing, desto schwerer fiel es ihr die Füße hoch genug zu halten, um sich nicht in Brand zu stecken.

 

 Nach einer Anmoderation von Co-Host Ludacris, dessen neues Video auf dem roten Teppich debütierte, betrat die hierzulande eher wenig interessante Kim Kardashian die Bühne und stolperte dabei über die eigenen Füße und die Rockschleppe. Sie konnte sich jedoch noch fangen und den Award für den besten Song an Carly Rae Japsen überreichen. Der Best Male Award ging im Anschluss an die Performance von No Doubt an Justin Bieber, der gewohntermaßen Jubel und Buhrufe einheimste.

 The Killers spielten ihren Song „Runaways“ auf der Hauptbühne – hinter einer Projektionswand. Das sah zwar auch in der Halle verdammt gut aus, dürfte für die Band jedoch genauso ungewohnt gewesen sein wie für die Fans. Viel sehen konnte man auf beiden Seiten nicht und leider enttäuschte die Akustik in der Halle hier auch zum ersten Mal.

 Wie die Show weiter ging, lest ihr bald auf enemy.at!

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