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Muse – The 2nd Law

Muse – The 2nd Law

Drei Jahre sind vergangen, seit die britische Erfolgsband Muse ein Album veröffentlicht hat. Das wurde sogar mit einem Grammy ausgezeichnet. Ob die Neuveröffentlichung genauso gut bei Fans und Kritikern ankommt? Unsere Meinung gibt’s hier!

Um es gleich vorwegzusagen: Ja, bei uns kommt die Platte verdammt gut an!
Schon der Opener „Supremacy“ überzeugt auf ganzer Linie. Mit dem dramatischen Anfang, der mystischen Stimmung und der Unterstützung von Trommelwirbel und Violinen fühlt man sich unwiderruflich an den Soundtrack eines James Bond-Films erinnert. (Auch die Band hatte den Song als solchen geplant, doch Adele kam ihnen zuvor.)
Danach folgt die zweite vorher veröffentlichte Single „Madness“, in der es wesentlich entspannter zugeht.

Der nachfolgende Track „Panic Station“ hingegen ist wesentlich lebendiger! Er erinnert an Glam-Rock der 70er Jahre und wird durch Blasinstrumente unterstützt.
Es folgt ein 57-sekündiges Präludium, welches nur von Orchester und Chor gespielt wird und so gar nicht zu dem passen will, was wir bisher von „The 2nd Law“ gehört haben. Eigentlich passt es auch nicht wirklich zur nächsten Nummer „Survival“, der ersten Singleauskopplung und offiziellem Olympia-Song 2012.

Und genau deshalb passt es doch. Denn das ganze Album besteht aus reinen Widersprüchen. Auf eine langsame Nummer folgt eine schnelle und anders herum. Dazu wechselt in nahezu jeder das Genre. Man könnte meinen, Muse hätten den Verstand verloren.
Besonders neues Terrain betritt das Trio beim Song „Follow Me“. Was als langsames Lied mit Elektronikparts beginnt, bekommt im Refrain Unterstützung von Dubstepelementen. Untergemischt wurden die von der britischen Gruppe Nero.

 

Auch eine weitere Premiere kann man auf dem bereits sechsten Studioalbum noch erleben. Denn gesungen wird diesmal nicht, wie gewohnt, nur von Sänger Matthew Bellamy. Auch Bassist Christopher Wolstenholme wagte sich das erste Mal in der Bandgeschichte ans Mikrofon. Entstanden sind dabei die verträumte Ballade „Save Me“ und „Liquid State“, dem aggressivsten Track der Platte mit Hardrockriffs. Beide handeln von Chris‘ vergangener Alkoholabhängigkeit und deren Folgen.

Den Schluss bilden zwei Instrumentalstücken, in denen uns eine weibliche Stimme den ‚Zweiten Hauptsatz der Thermodynamik‘ erklärt, nach dem „The 2nd Law“ benannt ist.

Man könnte noch lang und breit weiter vom Longplayer schwärmen, aber am besten ist, man hört es einfach an! Muse hat wieder ein verrücktes und grenzgeniales Meisterstück veröffentlicht, das jeden Grammy Wert wäre. Mit Texten, die viel persönlicher sind als die bisherigen. Was möglicherweise an der Tatsache liegt, das Matt im letzten Jahr zum ersten Mal Vater wurde.

In aller Kürze:

Muse
„The 2nd Law“
VÖ: September 2012

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