Home   /   CD Reviews  /  Musik  /   Pennywise – All Or Nothing

Pennywise – All Or Nothing

Pennywise – All Or Nothing

Die Orange-County-Punker zeigen mit ihrem achtem Studioalbum den Zweiflern noch mal wie viel Power in ihnen steckt. Die letzten Alben waren lauwarm, womit sie ein wenig in der Versenkung verschwanden. „All Or Nothing“ fetzt aber!

Der Grund für diese grandiose Auferstehung liegt auch an der Neubesetzung am Mikro. Der Ungar Zoltan „Zoli“ Teglas, vormals bei Ignite, beerbte Punkpapi Jim Lindberg bei Pennywise. Viele Fans der Californier, bei denen Lindberg als Hardcore-Legende galt, erwarteten diesen Personalwechsel mit mehr als einem misstrauischen Ohr. Doch die kraftvolle und qualitativ wirklich gute Stimme von Teglas wirkt wie ein Jungbrunnen für die Kult-Band.

Allen voran die Vorabsingle „Let Us Hear Your Voice“, wo der Ungar eindrucksvoll zeigt, was er über die Jahre bei Ignite und diversen anderen Punk-Projekten gelernt hat, überzeugt. Nicht weniger nach stehen dem „Stand Strong“, „Revolution“ oder „Tomorrow“. Besonders gut ist bei manchen Tracks das Interlude, welches von der wahnsinnig eingängigen Melodie auch schon als eigene Idee für einen Song herhalten könnte. So wie zum Beispiel nach 2:13 Min bei „X Generation“ oder bei „All Or Nothing“ nach 1:35 Min, oder bei „Seeing Red“.

Vor allem die fetten Gitarren und die druckvollen Drums treiben die zwölf Songs sozusagen voll auf die Zwölf. Das Gerücht geht um, dass die Punk-Bosse schlechthin Bad Religion, nachdem sie dieses Album gehört hatten, ihr bereits fertig aufgenommenes neues Album über den Haufen geworfen haben. Nur um das Album noch mal aufzunehmen, und zwar schneller! Der Geschichte ist Glauben zu schenken, hat nämlich Brett Gurewitz, Bad Religion Gitarrist und Epitath-Labelchef, auch „All Or Nothing“ produziert.

Einziger Schönheitsmakel: Die Texte. Jeder Song handelt quasi vom gleichen Thema. Jeder Song ist eine Hymne an die Hoffnung, den Glauben und Zusammenhalt, oder eben ein fetter Motivationsbrocken. Aber deshalb sind Pennywise ja auch Punks, und nicht etwa Bob Dylan.

In aller Kürze

Pennywise
„All Or Nothing“
VÖ – 27.04.2012

Merken

Home   /   CD Reviews  /  Musik  /   Pennywise – All Or Nothing

Tags

Bernd Eger
Arbeitet auch als Redakteur bei Fussballerleben.at
Related Article