Home   /   Interviews  /  Musik  /   Royal Republic im Interview

Royal Republic im Interview

Royal Republic im Interview

Am 13.10. hatten wir kurz die Gelegenheit mit Hannes (Gitarre) und Jonas (Bass) von Royal Republic zu plaudern. Sie erzählten über ihre Tourbekanntschaft mit Blink 182, ihr vermeintliches „Songwriting-Geheimmiss“ und dass sie gar keine Rockstars sind.

Hallo, Hannes undJonas. Ihr habt ja vor gut zwei Monaten euer neues Album „Save The Nation“ veröffentlicht. Wie geht es euch damit und seid ihr glücklich darüber?
Jonas: Ich muss zuerst gleich mal sagen, dass es immer interessant ist, ein Album aufzunehmen, denn du weißt schließlich nie genau, wie es am Ende alles klingen wird. Diesmal aber, als wir zum ersten Mal den fertigen Master durchhörten, waren wir einfach alle überwältigt und auch wirklich stolz auf das, was wir produziert hatten.

Hat sich eigentlich irgendetwas an der Produktion zu eurem Vorgänger „We Are The Royal“ verändert?
Hannes:  Ja, es hat sich schon einiges verändert, denn das Hauptziel bei „Save The Nation“ war vor allem die Power und die Energie, die wir auch live vermitteln, auf Band zu bringen. So haben wir dieses Mal so gut wie alles, sprich Schlagzeug, Bass und die Gitarren, wirklich gleichzeitig aufgenommen. Es war wirklich so, dass wir alle zugleich in einem Raum standen – wie auf der Bühne. Ich glaube es ist uns wirklich gut gelungen und man kann diese Atmosphäre auch spüren.

Sind deshalb die meisten eurer Songs auch nur ein bisschen mehr als zwei Minuten lang?
Hannes
: (lacht) Ja, es ist schon ziemlich verrückt, aber wir haben uns niemals selbst vorgeschrieben, dass wir nur so kurze Songs schreiben. Aber irgendwie werden sie nie länger und ich weiß selbst aber auch nicht warum das so ist. Wir fangen auch immer mit einem Intro an, dann eine Strophe, gefolgt von der Bridge, Refrain…das „normale“ Songwriting eben. Eigentlich komisch!
Jonas: Naja, wir mögen halt diese „Guitar Hero Sache“ nicht so (lacht), das heißt, wir lassen die endlosen Gitarrensoli einfach weg und versuchen diese meistens zu meiden. Das würde auch nicht so richtig zu unserer energiegeladenen Musik passen.

Eure neue Single heißt ja „Everybody Wants To Be An Astronaut“. Seid ihr wirklich in die Raumfahrt interessiert?
Jonas: Es ist immer sehr interessant, was sich im Weltall so tut und Adam (Grahn, Sänger Anm.d.Red) zeigte mir erst kürzlich eine Dokumentation über NASA, Mondlandung und den Kalten Krieg. Es war wirklich beeindruckend und natürlich verfolge ich auch das Projekt und diesem Red Bull Typen.

Somit hast du mir meine folgende Frage auch schon beantwortet, aber nur dass du es weißt: Felix Baumgartner ist sogar ein Österreich.
Jonas: Wirklich? Das Ganze ist ja einfach nur total verrückt, aber wenn es ein Österreicher ist, dann sollte ich das noch genauer verfolgen.

Kommen wir wieder auf den Boden der Tatsachen zurück: Ihr wart ja in letzter Zeit Support von Bands wie Madsen, Donots, Blink 182 uvm.  Sind dabei Freundschaften entstanden?

Hannes: Wir haben eine wirklich gute Beziehung zu den Donots. Wir sind echt ständig in Kontakt mit ihnen und versuchen auch so oft wie möglich mit ihnen abzuhängen, aber zu sagen, dass wir mit Blink 182 befreundet wären, wäre eine Lüge.
Jonas: Davon abgesehen spielten wir auch nur drei Shows mit ihnen und sie haben einfach einen ganz anderen Tagesablauf wie wir, oder auch die Donots. Die sind genau zum Soundcheck gekommen, haben den schnell erledigt und sind dann bis zur Show auch wieder verschollen gewesen. Wir hatten teilweise nicht einmal die Möglichkeit sie zu begrüßen, also viel Kontakt hatten wir nicht.

Die meisten eurer letzten und auch kommenden Konzerte sind in Deutschland. Gibt es irgendeinen speziellen Grund dafür?

Jonas: Das startete alles mit unserer ersten Auslandstour, die eben hauptsächlich in Deutschland stattfand und auch wirklich erfolgreich war. So hat sich das dann alles entwickelt. Im Moment ist es auch unser größtes Absatzgebiet, obwohl wir natürlich gerade daran arbeiten, auch in anderen Ländern zu spielen und noch einen höheren Bekanntheitsgrad zu erzielen. Wir waren zum Beispiel auch in Australien (imitiert ein Känguru nach).
Hannes
: Ein anderer Aspekt ist natürlich auch, dass es ein enorm großes Land ist. Man kann einfach sieben Tage die Woche Konzerte spielen und egal an welchem Wochentag, die Leute kommen und drehen total durch. Das könnte man in Schweden oder Norwegen nie machen. Das ist sicher auch ein weiterer Grund dafür.

Kommen die Leute vielleicht auch weil sie euch von den Shows mit den Donots etc. kannten?

Hannes:  Definitiv. Ohne den Donots wären wir vielleicht in diesem Moment nicht schon da, wo wir jetzt sind. Also dieser Start mit den Donots war sicher etwas sehr Hilfreiches.

Nun, aber zu Österreich. Gefällt es euch?
Jonas: Wir waren zwar noch nicht so viel hier, aber vor allem die paar Festivals, die wir bespielen durften, waren wirklich cool. Die Alpen gefallen uns natürlich besonders. Wir können wirklich offen sagen, dass wir es schön finden.

Wie vertreibt ihr euch sonst die Zeit auf Tour?
Hannes: Das Wichtigste ist, dass du so viel Schlaf wie möglich bekommst. Klingt jetzt zwar wirklich langweilig, aber so sind wir eben. (lacht)
Jonas: Ich versuche immer einige Sehenswürdigkeiten zu sehen, aber meistens gelingt mir das nicht so gut.

Vermisst ihr auch etwas auf Tour?
Jonas: Ich vermisse das gratis Wi-Fi, das wir in ganz Schweden haben. Natürlich gehen mir meine Freundin, Familie und Freunde auch ab, aber das kann sich glaub ich jeder denken.
Hannes: Ich vermisse mein eigenes Bett und das Gefühl zu Hause zu sein. Es ist auch sehr wichtig, dass du dir Prioritäten setzt und sobald du daheim bist auch sofort wieder alle anrufst, um sie wieder einmal zu treffen.

Ist schon etwas Verrücktes auf Tour passiert?
Hannes: Nein, einfach gar nichts, rein gar nichts. Das ist bei uns wirklich ein großes Problem.
Jonas: Wir sind einfach keine Rockstars, die auf „Sex, Drugs and Rock’n’Roll machen, sondern wir konzentrieren uns nur auf die Musik, die Performance und wollen einfach eine schöne Zeit miteinander verbringen.

Abschließend noch: Was können die Leute erwarten, wenn sie zu euren Konzerten kommen?
Jonas: Einfach pure Energie, wie wir es immer schon gemacht haben und so auch unsere Fanbase aufgebaut haben.
Hannes: Ich nenne nie jemandem einen Grund, warum er kommen sollte, oder erzähle ihm, was er erwarten soll. Entweder es gefällt ihm, oder halt nicht. Jeder soll dafür offen sein und einfach für sich selbst entscheiden.

Das ist ein guter Schlusspunkt. Danke euch für dieses Gespräch und viel Spaß später auf der Bühne!

Home   /   Interviews  /  Musik  /   Royal Republic im Interview

Tags

Related Article