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Seeed – Stadthalle Wien

Seeed – Stadthalle Wien

An einem kalten Mittwochabend kamen die Massen in einer der größten Konzertlocations Wiens zusammen, um noch ein Mal den Sommer zurückzubringen. Seeed hatten zum Tanz geladen und ihre Jünger waren gefolgt. Als Support: MC Theophilus London!

Schon beim Betreten der Stadthalle fielen auf Anhieb zwei Dinge auf: Zum einen war verdammt viel los, was für mich doch etwas unerwartet kam. Zum anderen war ein so von vorne bis hinten durchgemischtes Publikum anwesend, wie es wohl selten bei Konzerten der Fall ist. Von aufgeregten Teens bis zur Elternfraktion mit, aber meist ohne Kind. Hier ein paar Volltätowierte, da ein paar Frauen und Männer mit Rastamähne.Passend dazu trat

 MC Theophilus London als Supportact auf. Geboren in Trinidad und übersiedelt nach New York, präsentiert er Songs aus seinem 2011 veröffentlichtem Debütalbum. Genre? Modern Hip-Hop meets Indie Rock Attitüde meets Electro Pop – ein brisanter Mix.

Mit fünfminütiger Verspätung betraten dann die elf Herren von Seeed selbst die Bühne, um mit einem langen Intro den zweistündigen Konzertabend zu eröffnen. Mit einer guten Mischung aus alten und neuen Songs legten sie den Grundstein zur Dauerfete. Hierbei kamen die aus dem aktuellen Album „Seeed“, wie zum Beispiel „Molotov“ oder „Augenbling“ ebenso gut an wie die Altbekannten.

 Es machte jedoch den Eindruck, als wäre es bei den Nummern aus Peter Fox‘ Soloalbum, wie dem auf Seeed-Style getrimmten „Alles Neu“, immer minimal lauter. Besonders lautstark meldete die ausgelassene Menge sich auch immer dann, wenn Worte wie „Wien“ oder „Österreich“ fielen oder Peter Fox versuchte, mal ganz leiwand eine Ankündigung auf wienerisch zu machen.
Wurde gerade nicht geredet, gab es für die Anwesenden kein Halten und Stillstehen, Party pur war angesagt.

 Auch viele der Besitzer von Sitzplatzkarten standen das ganze Konzert über und feierten mit. Selbst als es Mitte der Show ruhiger zuging, wippten die Körper rhythmisch von einer Seite zur anderen. Und spätestens wenn man die Generation Großeltern neben sich wild die Körperteile zur Musik durch die Luft wirbeln sieht weiß man, man hat es mit den Besten ihres Genres zu tun. Seeed begeistern, Generations- und Nationalitäten-übergreifend.

Und irgendwie wunderte man sich auch wenig, wenn zwischendurch eine Duftbrise bestimmter Substanzen in der Luft lag, die man oft mit Reggae-Musik in Verbindung bringt.

Neben all dem hat die Band an diesem Abend vor allem unter Beweis gestellt, wieso es sie schon seit über einer Dekade gibt. Auch nach sieben Jahren Pause haben sie nichts an Energie und Unterhaltung verloren. Seeed live zu erleben lohnt sich definitiv immer!

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