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Shinedown – Amaryllis

Shinedown – Amaryllis

Die Arbeiten zu Shinedowns viertem Studioalbum haben mehr als ein ganzes Jahr in Anspruch genommen. Wenn ihr wissen wollt ob die US-Hardrocker dabei auch gute, mittelmäßige oder gar schlechte Arbeit geleistet haben, klickt auf „Weiterlesen“.

Warum Shinedown in den Staaten längst eine große Nummer sind, und in Europa gerademal im Allgemeinfundus eines Musikinteressierten gestreift werden, ist leicht zu erklären. Die typischen College-Football-Jungs, aufgepumpt, voller Testosteron, patriotisch, die definierte Zielgruppe dieser Musik. Dasselbe in Grün gilt nämlich für artverwandte Bands wie Godsmack, Disturbed oder auch Staind. Und damit sind die Songs auf Amaryllis auch schon ausreichend kategorisiert.

 

Die ersten beiden Tracks „Adrenaline“ und „Bully“ gehen mit knackigen Riffs voll auf die Zwölf. Typischer geht es für diese Band nicht mehr. Auch der darauf folgende Titeltrack, welcher eine Power-Ballade fährt auch eher die große Schiene. Der gute alte Bon Jovi hat diese Art von Songs seinerzeit erfunden, und schreibt auf seine alten Tage nur mehr solche Schmalzrock-Stadion-Balladen. Und so geht es weiter bis zu Song Nr. 12. Keine wirklichen Überraschungen. Keine wirklichen Enttäuschungen. Schade, denn etwas mehr Innovation in der Produktion, hätte aus einem guten Album ein exzellentes machen können.

Das ganze Album ist sehr protzig produziert. An manchen Stellen kann man das durchaus gut finden, an anderen, wie zum Beispiel beim schmalzigen Song „Unity“ wird dahin gehend zu dick aufgetragen. Natürlich diese Musik macht eben einen auf dicke Hose. Bei den härteren Songs auf „Amaryllis“ kommt das dann auch sehr gut rüber, manche Metal-, oder Hardrock-Riffs zeugen ja auch von der unbestrittenen Qualität der Band. Doch der Spagat dann wieder zu gedoppelten Akustikgitarren, Klavier, oder gar Streichern scheint dann doch zu weit. Die aalglatte Produktion, und das übertriebene Pathos nehmen den durchwegs guten Songs zusätzlich die Authentizität.

 

In aller Kürze:

Shinedown
“Amaryllis”
VÖ – 27.03.12

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Daniel Kubera
“Life has improved immeasurably since I have been forced to stop taking it seriously.” - Hunter S. Thompson
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