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Sigur Rós – Arena Wien

Sigur Rós – Arena Wien

Das seit Monaten ausverkaufte Konzert der isländischen Band Sigur Rós rund um Sänger Jónsi fand am 4. September in der Arena Wien statt. Wie die Ausnahmemusiker wirklich jedem Fan das Herz höher schlagen ließen, lest und seht ihr hier.

Es war ein perfektes Open-Air Wetter und sämtliche Bedingungen für ein wunderbares Konzert waren gegeben. Das Gelände der Arena wurde relativ schnell gefüllt und man hörte die Besucher schon munkeln, wer wohl die Vorband sein würde. Schließlich stand auf der Eintrittskarte „Sigur Rós + Special Guests“. Wenn man jedoch einen Blick auf die Bühne warf, um sich das Arrangement und die Instrumente anzusehen, stellte man schnell fest, dass es keine Vorband geben würde.

Kurz vor neun Uhr betraten die Isländer die Bühne. Vielleicht waren die sieben zusätzlichen Gastmusiker mit „Special Guests“ gemeint, die mit Trompeten und Geigen die Band verstärkten? Egal. Die – doch sehr unterschiedlichen – Besucher waren allesamt gleich erfreut. Interessant jedoch war, dass sich sämtliche Konzertbesucher eher im hinteren Bereich der Arena versammelten und zusammenkuschelten wie die Königspinguine, während direkt vor der Bühne jede Menge Platz frei war.

Dann war es soweit: Mystische Xylophon Melodien erklangen und gaben dem Hörer kurzzeitig das Gefühl, in einem Tim Burton Film zu sein. Das änderte sich aber schlagartig, als der Sänger Jónsi zu Gitarre und seinem Cellobogen griff. Der Opener „Í Gær“ war der Vorbote dafür, was an diesem Abend noch kommen würde: sphärische Sounds, mystisches Ambiente, Schönheit, Trauer und auch Freude in auditiver, sowie in visueller Form und selbstverständlich ganz viel Gänsehaut. Für Letzteres sorgte ganz sicher das zweite Lied „Vaka“, in welchem Jónsi in der von ihm erfundenen Sprache Vonlenksa singt.

Das weitere Konzert war von jedem Einzelnen eine pure Hingabe der Musik. Was natürlich auch nicht fehlen durfte, waren Klassiker wie „Ný Batterí“, „Sæglópur“ oder „Hoppipolla“. Nach zwölf Liedern zerschlug Jonsí seinen Bogen, warf ihn ins Publikum und die Band verschwand von der Bühne, um sich für die Zugabe noch fertig zu machen. Nach drei Nummern als Zugabe wurde das Konzert mit einer faszinierenden Lightshow beendet und was folgte, war minutenlanger, begeisterter, von Herzen kommender Applaus. Schade allerdings, dass lediglich zwei Lieder („Varúð, Ekki Múkk“) vom neuen – im Mai erschienenen – Album gespielt worden sind. Nichtsdestotrotz war es wunderschön und wir freuen uns auf das nächste Mal.

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