Home   /   CD Reviews  /  Musik  /   Squalloscope – Soft Invasions

Squalloscope – Soft Invasions

Squalloscope – Soft Invasions

Frage: Was ist Squalloscope? Squalloscope ist Anna Kohlweis. Und Anna Kohlweis geht es diesmal eher ruhig an. Etwas bluesig, leicht poppig, manchmal unheimlich atmosphärisch, aber immer auf eine niveauvolle Umsetzung bedacht.

 

Anna Kohlweis hat dieses Projekt auch sehr nahe an ihre erste und relativ erfolgreiche One-Woman-Band Paper Bird angelegt. Irgendwie ist das ja auch verständlich, denn schließlich kann man aus seiner Haut ja nicht heraus. Und da sie sowieso einen sehr experimentellen Musikstil zu betreiben pflegt, kann man ihr das im Hinblick auf Squalloscope ja auch keineswegs negativ vorwerfen. Im Gegenteil, denn Squalloscope beginnt mit relativ reduziertem, aber gut arrangiertem Instrumenteneinsatz. Vor allem die beiden Songs „Dust“ und „Crying Swimmers“ sind vielversprechend und die beeindruckenden Gesangslinien bei „A.A.A.“ sind ein gutes Beispiel für das internationale Potenzial dieser österreichischen Songwriterin.

 

 

Anders als bei Paper Bird wird hier der Fokus oft auf ein bestimmtes Instrument und hauptsächlich ihre Stimme gelegt. Die Songs auf Soft Invasions leben durch die relativ minimalistische Instrumentalisierung. Es bleibt zu hoffen, dass dieser Weg beibehalten wird, denn zu viele Ideen können Songs auch etwas schwieriger zugänglich machen, so wie es bei Paper Bird manchmal auch der Fall war. Nun gut, kommerzielle Musik scheint ja ohnehin nicht das Ziel der Kärntnerin zu sein, doch hätten mehr ansteckende Beats wie beim erwähnten Crying Swimmers dem Album sicher nicht geschadet. Es bleiben trotzdem insgesamt sehr zurückgelehnte Songs, die doch auch immer wieder nette Überraschungsmomente haben.

Laut Beschreibung ihres Labels ist sie eine begeisterte Träumerin von gruseligen und creepy Träumen. Und die Songs auf Soft Invasions verbreiten treffenderweise ein ähnlich seltsames Feeling. Man darf sich hier keine großen Refrains erwarten, die einen sofort mitreißen oder beim alleine Autofahren zum falsch Mitsingen animieren. Luftgitarre und Pogo ist hier auch fehl am Platz. Wer es sich nicht verkneifen kann, der könnte hier höchstens leicht mit dem Fuß mitwippen. Es ist eben ein Album zum Zuhören, und nicht zum Tanzen. Nicht jedermanns Sache, aber das sollte es bestimmt auch nicht werden.

 

 

In aller Kürze

Squalloscope
„Soft Invasions“
VÖ: 16.03.2012

Home   /   CD Reviews  /  Musik  /   Squalloscope – Soft Invasions

Tags

Related Article