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Stone Sour & Papa Roach – Gasometer Wien

Stone Sour & Papa Roach – Gasometer Wien

Den letzten Freitag des Novembers verbrachten 3000 Rocker und Rockerinnen beim ausverkauften Konzert der zwei Superacts. Für alle, die keine Karten mehr ergattern konnten – hier ein kleiner Rückblick.

Anheizen sollte die Menge die schottische Rockband Hounds. Das gelang den fünf Herren eher mittelmäßig. Gab es bei den Ansagen leichte Kommunikationsschwierigkeiten aufgrund des schlecht verständlichen Akzents von Frontman Dan Vegas, gab es bei seinem Gesang ein anderes Problem; den Klang seiner Stimme. Im Alleingang klang er irgendwie schief und so konnte man ihre Musik nur wirklich genießen, wenn er im Chor mit seinen Backvocalists sang.

Mit solchen Problemen musste man sich bei Papa Roach selbstverständlich nicht herumschlagen! Kaum betrat die Band rund um den erblondeten Jacoby Shaddix die Bühne, war jeglicher Groll vergessen. Schon beim zweiten Song flog der erste Becher von vielen des Abends durch die Luft und kurz darauf erschien der erste Crowdsurfer auf der Bildfläche. Der stürzte sofort wieder ab und ihm sollten die restlichen Stunden auch nur eine Handvoll folgen.

Das Publikum brachte von der ersten Sekunde an volle Beteiligung – jede Silbe wurde lauthals mitgesunden. Sowohl die der altbekannten Hits als auch die der Songs des neuen Longplayers „The Connection“, die während der Show bunt gemischt wurden. Gewohnheitsgemäß war es beim Kracher „Last Resort“ jedoch am lautesten.
Nach diesem zwölften und letzten Song und ohne Zugabe verließen die Amerikaner schon wieder die Bühne und das Publikum, das auch nach dem recht kurzen Vergnügen in Begeisterung verblieb.

Nach einer Umbaupause folgten Stone Stour mit ihrem besonders gut gelaunten Frontmann Corey Taylor. Der sprang in den ersten Minuten des Openers „Gone Sovereign“ wild von einer Seite der Bühne zur Anderen, verteilte seine Wasserflaschen im Sekundentakt an die Menge und hatte sichtlich Spaß. Auch während des ganzen anderthalbstündigen Auftritts wurde er nicht müde zu erwähnen, wie „fucking“ geil die Zuschauer an diesem Abend drauf waren, dass es das bisher „fucking“ lauteste Konzert der „fucking“ Tournee sei und so weiter. Alles mit ganz viel „fucks“ und „fucking“.

Man konnte auch nicht anders, als ihm das abzukaufen und für ehrlich zu befinden. Sein Enthusiasmus übertrug sich auf alle Anwesenden, wohl auch, weil er im Gegensatz zu Jacoby Shaddix ganz und gar nicht wortkarg war.
Auch Stone Sour nutzte selbstverständlich die Gelegenheit, Lieder des Albums „House Of Gold And Bones Part 1“ live zu präsentieren. Oder Klassiker wie „Through Glass“ wiederholt mit Gänsehautfaktor zu belegen.

Rundum war es ein mehr als gelungener Abend, der nie hätte enden sollen. Einzig ein paar kurz aufgetretene Tonprobleme ließen einen Kratzer in der Erinnerung. Denn ab und zu übersteuerten für ein paar Sekunden das Mikro oder die Gitarren bei beiden Gruppen. Gestört scheint das aber niemanden zu haben, vielleicht ist es auch nur niemandem aufgefallen. Klang schließlich fast so, als hätte es zur Musik gehört. Zwei so guten Liveacts kann eben nichts die Performance versauen!

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