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Tenacious D – Rise of the Fenix

Tenacious D – Rise of the Fenix

Wenn zwei Comedians eine Band gründen, muss das nicht zwangsläufig in einer selbstironischen Katastrophe enden. Tenacious D sind der eindrucksvolle Beweis. Mit ihrem dritten Album wollen sie nun endgültig in den Rock-Olymp.

Nachdem ihr zweites Album und der dazugehörige Film “The Pick of Destiny” kommerziell floppte, aber unter Musikern und Fans Kultstatus erlangte, schicken sich die beiden nun an, wie der sprichwörtliche Phönix aus der Asche auf-zu-erstehen. Mit einer gehörigen Portion Selbstironie und Willen zum Durchbruch im Gepäck holen J.B (und nein, damit ist nicht das von kreischenden Zwölfjährigen verfolgte Teeniephänomen, auf das wir hier nun nicht mehr weiter eingehen wollen, gemeint) zum zweiten Schlag in Richtung Musikindustrie aus. Und dieser könnte ausgefallener nicht sein.

 

Mit dem gleichnamigen Titelsong “Rise of the Fenix” startet man mit gewohnten Akoustik/E-Gitarre Gemisch und Doppel-Gesang furios los. Im Allgemeinen sollten man beim Auswendiglernen von Tenacious D Texten keine Berührungsängste mit Schimpfwörtern haben. Allerdings werden sie dadurch aber auch immer lustiger. Song #2 “Low Hanging Fruit” ist randvoll gespickt mit sexuellen Anspielungen und führt uns einmal wieder vor Augen, an was Musiker denken, wenn ihnen langweilig ist. Im Verlauf des Albums stößt man auch auf zwei gesprochen Sketches, die eine geniale Überleitung zu den folgenden Songs sind.

Mein persönliches Highlight ist und bleibt allerdings Song #5 “Deth Starr”. Dieser wird nicht etwa “Death Star” sondern eben “Deth Starr” geschrieben. In diesem Song nehmen sich Tenacious D der globalen Erwärmung an und präsentieren ihren Lösungsvorschlag: Bauen wir ein paar Todes-Sterne und siedeln die Menschen im Weltraum an.” Genial!! Zuletzt sei noch erwähnt, dass die meisten Menschen gar nicht in den Genuss der Album-Covers, einer Phönix-Penis-Kreuzung, kommen werden, da es in den meisten Ländern zensiert und bis zur Unendlichkeit verpixelt ist. Was für eine Schande.

Diesmal wird kein Kritiker Grund haben, das Album zu verreißen. Mit einer gelungenen Mischung aus Komik und groovigen Songs haben sich Tenacious D den Erfolg nun redlich verdient. Auch wenn man diese bei Jack Black vielleicht schon ein wenig auf seine Bekanntheit zurückführen kann, war das noch nie ein Grund für sofortigen Erfolg. Dafür mussten sich die beiden selbst steigern, was sie eindeutig getan haben.

In aller Kürze

Tenacious D
Rise of the Fenix
VÖ- bereits veröffentlicht

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