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The Baseballs im Interview

The Baseballs im Interview

Weihnachten kam dieses Jahr ein bisschen früher. „Good Ol‘ Christmas“, das Weihnachtsalbum von The Baseballs wurde veröffentlicht und die drei Jungs waren mit Band und Orchester in Wien zu Besuch. Wir haben sie getroffen!

 

Am 1. 12. 2012 wurde im Konzerthaus Wien der „Rock & Roll“ aus den 50ern wieder auf erlebt. Und das mit Weihnachtsliedern wie „Jingle Bells“ und „Let It Snow“. Die supersympathischen Baseballs präsentierten ihr neues Weihnachtsalbum „Good Ol‘ Christmas“ und dabei blieb kein einziger Gast im Sessel sitzen. Die erste Hälfte des Konzerts stand ganz im Zeichnen des Weihnachtsfestes und nach der kurzen Pause hieß es dann mit den klassischen Baseballs-Hits Let’s twist again, like we did last summer… also wie am Novarock, oder so ähnlich.

So eine Stimmung erlebt man selten. Dass es sich hierbei um ein Sitzplatzkonzert hielt, wurde ganz schnell vergessen, das Tanzbein wurde geschwungen und die Hände glühten vor Applaus. Zwischen den Liedern führten die Greaser, Moderatoren und Vollblut-Entertainer Sam, Digger und hauptsächlich Basti mit viel Humor und Charme durch den Abend. Egal ob Jung oder Alt, dieses Konzert vergisst so schnell keiner. Davor haben wir uns mit Basti getroffen um mit ihm über Weihnachten, Milkshakes und Haare zu plaudern.

Hallihallo! Wie geht’s?
Gut geht’s. Also, wir sind ja sehr aufgeregt, denn das ist das erste Konzert von uns mit einem Orchester. Das wird extrem spannend.

Glaub ich gern. Das ist bestimmt eine neue aufregende Erfahrung, oder?
Natürlich. Wir sind so einfach viel mehr Leute. Das Proben hat mich irgendwie an meine Schulzeit erinnert, weil man eben plötzlich in Takten denken, und wahnsinnig diszipliniert proben muss. Da kann man sich nicht so viel Quatsch erlauben, wenn 27 Leute auf der Bühne stehen. Da würden alle ein bisschen wahnsinnig werden. Außerdem treffen da zwei verschiedene Musikwelten aufeinander. Bei uns ist ein Refrain „eine Runde“ und beim Orchester sind das 8 oder 16 Takte.

Weil das heute ja ein Weihnachtskonzert ist: Seid ihr schon in Weihnachtsstimmung?
(lacht) Wir sind seit Monaten in Weihnachtsstimmung, weil wir ja das Weihnachtsalbum gemacht haben. Es ist komisch, wenn man im Sommer nichts anderes als Weihnachtslieder singt. Aber zum Glück haben wir ja nicht die nervigen Weihnachtslieder ausgesucht, die man sowieso nicht mehr hören kann.

So wie „Last Christmas“?
Genau! Das war der erste Song, wo ich gesagt habe, dass dieser sicher nicht auf dieses Album kommt. Nach der Veröffentlichung von „Good Ol‘ Christmas“ hat uns ein Fan geschrieben: „Danke, dass ihr nicht ‚Last Christmas‘ gecovert habt“.

Gibt es Songs, die ihr niemals aus Respekt covern würdet?
Wir würden niemals einen originalen Song aus den 50ern anrühren. Die haben einfach so viel Seele und diesen Spirit aus dieser Zeit kann man gar nicht besser wiedergeben. Selbst wenn man es versucht, würde man maximal ein bisschen schlechter sein, als das Original. Die kann man nicht besser machen.

Zurück zum Fest der Ruhe und Besinnlichkeit. Was ist das Schlimmste an Weihnachten?
Wir mögen alle Weihnachten, aber wir find auch alle den Weihnachtsstress scheiße. Ich war heute im ersten Bezirk ein bisschen einkaufen, und es war die Hölle. Ich kann einfach nichts mit diesem „Geschenke jagen“ anfangen.

Was wäre für die gesamte Band das schönste Geschenk?
Zeit. Klingt kitschig und nach Hansi Hinterseer, aber das sind Tage, an denen man die Zeit mit der Familie und Freunden verbringen will.

Ihr bringt jedes Jahr ein neues Album raus. Habt ihr schon Pläne für 2013?
Wir haben schon mit einem neuen Album angefangen…

Ihr habt ja erst ein Album veröffentlicht. Wie fleißig seid ihr eigentlich?
(lacht) Ja, man muss dranbleiben. Wir schreiben aber für dieses Album mehr eigene Songs, deshalb wird es wahrscheinlich erst im Frühjahr 2014 veröffentlicht. Wir wollen uns auch für dieses Album Zeit lassen. Wir wollen ausprobieren und herumexperimentieren. Natürlich kommen auch Covers auf dieses Album, aber wir wollen überwiegend eben eigene Songs haben.

Was fasziniert euch am meisten an den 50ern?
Ganz klar die Musik. Wir wissen natürlich, dass in den 50ern nicht nur alles cool und lässig war. Aber man kann sich diesen Lifestyle ja heute gar nicht mehr vorstellen, dass man zum Beispiel den ganzen Abend entspannt im Diner saß, Milkshakes trank und nicht alle zwei Minuten seinen Facebook Status prüfen muss. Einfach diese Lockerheit und der Style ist genau das, was uns in den Bann gezogen hat.

Sam hat beim letzten Interview behauptet, eure Entstehungsgeschichte wäre „schwul“. Ich muss einfach fragen: Seid ihr wirklich wegen euren Haaren aufeinander aufmerksam geworden?
Man bekommt da vielleicht so ein Bild in den Kopf, dass wir da reingelaufen sind und „ööhhh… der sieht ja genauso aus wie ich!“ So war es natürlich nicht. Wir waren in diesem Gemeinschaftsraum von dem Proberaumkomplex und da fällt man mit so einer Frisur einfach auf. Und wenn dann da zwei andere Typen mit der gleichen Frisur stehen, dann hat man gleich mal ein Gesprächsthema. Es wurde relativ schnell klar, dass wir ungefähr die gleichen Interessen haben und naja… so hat das eben begonnen. War aber nicht wie in einer schlechten Sitcom.

Weil wir gerade bei Haaren sind: Welche Pomaden benutzt ihr?
Total unterschiedlich. Sam nimmt zum Beispiel die „rote DAX“. Ich habe ganz lange die grüne „Cock Grease“, bin aber inzwischen zu einem moderneren Produkt übergegangen. Digger hat eher eine Haarspray-Tolle, benutzt aber auch eine Pomade. Sam hat das Glück, ein kräftiges Haar zu haben, und da reicht es, nur Pomade zu verwenden. Digger und ich müssen ein bisschen tricksen, aber am Ende stimmt dann doch das Resultat.

Absolut! Vielen Dank für das Interview! Die letzten Worte gehören euch:

[audio: http://www.enemy.at/wp-content/uploads/2012/12/BaseballsBastiLastWords.mp3]
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