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The Butlers – AKA Bensonmam

The Butlers – AKA Bensonmam

Sie servieren uns das neueste Gourmethäppchen aus ihrer 25jährigen Geschichte. Nach der Auflösung und dem Comeback als Lions Club 2003, zeigen die Berliner, warum der sehnsüchtige Ruf nach ihnen anhielt.

 

 

Viele Ska-Bands neigen leider dazu, sich zu sehr mit ihren Instrumenten am Beat festzukrallen – was ja im Grunde nichts Schlechtes bedeutet. Nur kann sich dadurch leicht etwas Eintönigkeit einschleichen. Nicht so bei den Berliner-Ska-Pionieren, welche sich sehr geschickt zwischen Ska-Beat und Reggae- Melodie bewegen. Natürlich sind die Power und der Übermut der ersten Platten nicht mehr so vorhanden, aber nach 25 Jahren zeigen da vielmehr songwriterische Professionalität und ein gutes Gespür für den Song auf. Auch die Neubesetzung am Mikro ändert nichts am typischen Butlers-Spirit der Band.

Auch hier haben sich wieder einmal deutsche Texte unter die englischen Ska-Nummern geschlichen. Das Gerücht geht um, dass sie 1998 beim Support von Die Ärzte beeinflusst wurden – anscheinend haben sie sich damals gegenseitig infiziert, denn Farin Urlaub zeigte in der späteren Ärzte-Phase auch Vorlieben dem Skapunk gegenüber. „Kann es sein“ ebenso wie „Back In Black“ (eine überraschende Hommage an Amy Whinehouse) bilden die Favoriten des Albums.

 

„Back In Black“ und „P.U.S.H.“ bilden einen guten Start, auch „Sunny Smile“ wirkt lässig und rund. Dann aber flacht das Album ein wenig ab und überzeugt gegen Ende hin dann aber wieder umso mehr. „Abbys Wonderland“ bringt ebenso wie das deutsche „Kann es sein‘“ eine gute Abwechslung in die Tracklist. Etwas Verwirrung stiftet das darauf folgende „Sonnenschein“, welches sich vom schon erwähnten „Sunny Smile“ nur im Text unterscheidet.

Abschließend muss man sagen, dass auch für Menschen, die Ska nur unter Alkoholeinfluss ertragen wollen, dieses Album der Butlers durchaus eine Überlegung wert ist. Szene-Kenner und Butlers-Fans werden hierbei voll und Ganz auf ihre Kosten kommen. Auch wenn mit drei Tracks weniger auf der Platte ein entschieden besseres Gesamtbild des Albums übrig bleiben würde. Dennoch ein sehr gelungenes Comeback!

 

 

In aller Kürze:

The Butlers
„AKA Bensonman“
VÖ: 03.02.2012

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Anna Obermeier
"Dance Like Nobody Is Watching."
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