3 Doors Down im Interview

Andreas Straßmayr 4. März 2012 0

Kurz vor dem Konzert am 1.3.2012 im Wiener Gasometer haben wir Chris, den Gitarristen von 3 Doors Down, zum Interview getroffen. Warum seine Band so erfolgreich ist, er aufgehört hat zu trinken und auf laut.de verzichten kann, lest ihr hier.

Wie war eure Tour bis jetzt?
Es war großartig bisher. Wir lieben es, nach Europa zu kommen. Früher war es  hart nach Europa zu kommen – das Touren ist hier sehr unterschiedlich. Aber mittlerweile haben wir uns dran gewöhnt. Jetzt mag ich es wirklich hier rüber zu kommen.

 Was ist das Härteste auf Tour?
So lange von zu Hause weg zu sein – weg von der Familie, weg vom Haus. Es ist schwierig, sich in einem Hotelzimmer zu Hause zu fühlen.

Wie lange seid ihr jetzt schon unterwegs?
Eigentlich nur zwei Wochen. Aber insgesamt wird die Tour über ein Jahr dauern.

3 Doors Down hat eine 16 Jahre lange Geschichte voll von #1 Hits, Grammy-Auszeichnungen und so weiter. Was ist euer Erfolgsgeheimnis?
Ein guter Sänger und Bandmitglieder, denen die Band wichtig. Die Jungs nehmen die Band und die Musik wirklich ernst. Das ist alles, was ich euch sagen kann. Wenn ich ein Geheimnis hätte, würde ich ein Buch schreiben*lacht*.

Ich habe auf Laut.de ein Review über euer letztes Album „Time of My Live“ gelesen. Der Autor Andreas Dittmann schreibt darin: “Seit elf Jahren fällt den fünf Herren halt nichts großartig neues mehr ein.” Wie kann es sein, dass die CD so schlechte Kritiken bekommt und die Gasometer-Show heute trotzdem fast vollständig ausverkauft ist?
Ich weiß nicht, warum er das geschrieben hat. Wir sind keine Metal-Band, keine Rap-Band und auch keine verdammte Pop-Band – was sollen wir also anderes machen? Ich sage „Fuck that Guy!“. Wir hatten noch nie ein wirklich gutes Review aber es macht uns auch nichts aus. Das Einzige um was es geht sind die Live-Shows – heute ist fast ausverkauft. Das ist das beste Review.

Matt hat auf eurer Homepage geschrieben, dass er viele Bands kenne, die auf dem Level auf dem Three Doors Down sind schon längst ausgebrannt wären. Habt ihr jemals dran gedacht aufzuhören?
Nein, wir haben nie daran gedacht, aufzuhören. Ich weiß nicht, ich glaube nicht, dass es ein Geheimnis gibt- entweder es läuft oder es läuft nicht. Ich weiß nicht, wir haben uns einfach noch nicht aufgelöst. Es gibt keinen Grund.

Was gibt euch die Kraft seit so langer Zeit auf der Bühne zu stehen?
Eine gute Leber*lacht*. Wir haben versucht nicht zu viel zu feiern. Manche meinen wir sind langweilig, bla bla bla, wir kämpfen nicht und so weiter. Aber deswegen gibt’s uns noch.

Euer Schlagzeuger Greg schreibt auf eurer Homepage, dass er heute eher dazu neigt, das erste Bier nach der Zugabe aufzumachen. Wie waren Three Doors Down am Beginn ihrer Karriere?
Vor 15 Jahren haben wir unser erstes Bier um 07:00 Uhr in der Früh aufgemacht. Im Laufe der Jahre ist das aber irgendwie langweilig geworden. Es gibt keinen Grund das zu machen. Wenn man in dieses Business kommt, wird das fast von einem erwartet. Es wird von einem erwartet, Groupies zu vögeln oder Drogen zu nehmen. Aber eigentlich ist das Einzige um was es geht, auf der Bühne zu stehen. Ich selbst trinke seit einiger Zeit keinen Alkohol mehr. Ich war den Kater am nächsten Morgen leid. Außerdem habe ich dadurch ca. 20 Kg abgenommen *lacht*.

Hast du irgendwelche wichtigen Tipps für junge Musiker?
Nehmt es nicht zu ernst. Speziell wenn man versucht, davon zu leben ist es richtig schwer. Wenn es leicht sein würde, würde jeder ein Star sein. So ist es aber nicht. Es ist verdammt schwierig. Das Touren ist anstrengend, Songs schreiben ebenfalls, genauso wie das Leben im Studio. Nehmt es nicht zu ernst, habt Spaß und geht arbeiten.

Also, wenn man es zu ernst nimmt …
… zerstörst du dir dein Leben. Es gibt viele Musiker, die es so sehr versucht haben aber es nie von ihrer Musik leben konnten. Heute sind sie 40 Jahre alt und alles was sie können, ist Gitarre spielen – besser als jeder anderer.

Eure letzten Worte?

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