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Unavoidable im Interview

Unavoidable im Interview

Die Amstettener sind in der Szene eine der erfahrensten Bands, wird doch im nächsten Jahr schon das zehnjährige Bandbestehen gefeiert. In der Bandgeschichte können sie unzählige große Shows in Europa verbuchen. Wir haben mit den Burschen geplaudert.

Voriges Jahr wurde das neue Album „Borne to the Grave“ veröffentlicht, welches unglaublich guten Anklang fand. Johannes spricht mit Mani, dem Bassisten von Unavoidable, über das neue Album und wie ein typischer Tourtag bei Unavoidable aussieht:

Für den Anfang: Wer steckt hinter Unavoidable, und wie würdet ihr jemandem, der noch nie von euch gehört hat, euren Sound beschreiben?
Hi, Johannes! Erstmal Danke fürs Interview! Unavoidable ist eine 4-köpfige Hardcore/Punkrock/Metal’n’Roll Band aus Amstetten, die mit diversen Umbesetzungen an der zweiten Gitarre sowie am Bass seit 2002 existiert. Wir feiern im März 2012 also „A DECADE OF MASS DESTRUCTION – 10 YEARS OF UNAVOIDABLE“. Der Sound ist wie gesagt eine unserer Meinung nach gute Mixtur aus den vorher genannten Stilrichtungen. Deftige Metal-Attacken mit dem Speed des Hardcore/Punk und einem guten Schuss Rock’N’Roll – Groove.

Euer aktuelles Album „Borne To The Grave“  ist seit Mitte 2011 auf dem Markt. Haben die Rückmeldungen eure Erwartungen übertroffen?
Ja, vor allem für mich, da ich erst seit 2010 in der Band den vakanten Posten des Basses übernommen habe. Ich kannte natürlich auch die Vorgänger-Alben, wo immer ein paar gute Nummern drauf waren, aber eben nur den eingefahrenen Punk-Stil abgedeckt haben. Die neue Platte fetzt von Anfang bis zum Ende, ist wirklich abwechslungsreich und so gut, wie wir er es eben selber in unserem Grave Yard Studio produzieren haben können.
Rückmeldungen hat es wirklich zu Hauf gegeben, alle positiv. Ganz besonders geil war aber, dass Ian McFarland von Blood For Blood auf uns aufmerksam geworden ist. Dem hat es so gut gefallen, dass er es seinem Shouter vorgespielt hat und danach beide beschlossen haben, dass es doch cool wäre, wenn wir Blood For Blood für zwei Shows in Deutschland supporten. Eine persönliche Einladung einer der besten und kultigsten HC-Combos schlägt man logischerweise nicht aus!

Wie läuft das Songwriting bei euch ab und wie lange habt Ihr am aktuellen Album gearbeitet?
Hmmm, als ich 2010 dazugestoßen bin, war das Album so gut wie fertig, ich war nur bei einem Song richtig massiv beteiligt, das war „Grenades“! Hauptsächlich schreiben Fritz (Gesang und Gitte) sowie Phips (Gitte und Gesang) die ganzen Songs, von der Grund-Melodieführung her. Ich schließe mich dann mit Phips kurz bezüglich der Bass-Läufe/Shouts und dem Archy (Drums) fallen sowieso immer die passendsten und mörderischsten Grooves dazu ein.

Wie sieht´s mit der Szene bei euch in Amstetten aus? Beziehungsweise, was haltet ihr denn generell von diesem „Szene“-Denken?
Wer ist dieser Szene, wir haben von dem noch nie gehört!

“Never Trust A Hardcore Kid That Has Never Listened To Punkrock”  Was meint ihr dazu?
Mit diesem Satz gehe ich total konform. Ich sehe und höre das oft bei vielen anderen Bands, die auf dicke Hose und echte Street-Credability machen und dabei trotzdem in ihrem eigenen kleinen Musik-Mikrokosmos leben. Teilweise ist es manchmal echt so, dass der Background und die Offenheit total fehlen. Die meisten Bands, die es international geschafft haben, kamen vom Underground – und dass man es aus diesem Underground rausschafft, muss man entweder richtig richtig richtig gut sein (selten) oder sich an altgediente Bands halten (meistens). Irgendwann hat irgendwo Alles angefangen, oft sogar mit oder durch ganz andere Musikstile. Das ist dann witzig, wenn man Gespräche bezüglich Vorbildern belauscht – teilweise hört man da totalen Bullshit. Was mich dann persönlich aufregt ist, wenn man eine Band nennt, die einem gefällt und dem anderen nicht, deswegen eine Antwort bekommt wie „Totaler Scheißdreck!“. In einem Atemzug nennt der Andere dann seine Lieblingsband und hat dabei keinen Schimmer davon, dass die vom ihm als Dreck Abgestempelte zu den stärksten Einflüssen seiner Lieblingsband gehör(t)en. Nicht falsch verstehen: jedem sein eigener Musikgeschmack – aber man sollte schon wissen, wovon man spricht und sich auch die Mühe machen, mal die Vergangenheit zu studieren – da kommt man auf ganz schön viel Wissenswertes drauf 😉

Wie wichtig ist ein guter Videoclip heutzutage noch für eine Band, wo MTV und VIVA größtenteils nur noch Teeniedokus und Comics zeigen? Macht man einen Clip für Youtube?
Meiner Meinung nach macht man das hauptsächlich für youtube, sofern man kein starkes Plattenlabel mit Kohle hinter sich hat. Wir haben zwei Videos, beide laufen auf goTV und sind gern geklickt auf youtube. Im Februar haben wir ein neues zu „Playing With Fire“ gemacht. Aber wie Du schon sagst, was will man mit unserer Musik auf MTV und VIVA? Erstens scheitert man daran, dort überhaupt reinzukommen, zweitens interessiert es dort zielpublikumtechnisch eh keine Sau…

Wie sieht bei euch so ein typischer „Tourtag“ aus? Sex Drug & Rock’n’Roll oder eher chillen?
Pfff, das machen nur die echten stilisierten Rocker! Wir proben brav am Vortag einer Show und laden dann den Van ein. Dann fahren wir zur Show, hören dabei mehr oder weniger gute Musik und suchen uns immer einen Burger King. In der Location schwitzen wir uns dann einen beim Einräumen ab, weil uns ja der Roadie fehlt. Fritz sucht meistens nach einem Lokus („Wo isn do de Scheise?“) und telefoniert recht viel. Phips sucht sofort das Buffet auf und tut vorher, während und nach der Show gerne einen Heben. Ich bin da meistens auch dabei. Archy ist auch immer dabei, wo es was zu essen, sehen oder saufen gibt. Drugs kommen hin und wieder vor, allerdings nur in Form von Rauchwaren. Nach der Show eilt einer zum Merch-Stand (weil uns Herta als Sklavin nicht immer zur Verfügung steht – schönen Gruß an dieser Stelle!!!) und die Anderen räumen das Zeug von der Bühne… Danach schwitzen wir aus, sehen uns die anderen Bands fertig an, treiben noch etwas Schabernack und fahren heim. Und wer ist dieser Sex, den kennen wir auch nicht!?!

Wenn ihr die Möglichkeit hättet nur noch einen Song zu spielen, welcher würde das sein?
„Playing With Fire“

Wie wird 2012 für euch aussehen?
Gut – bis zum 21.12. nehme ich an! Dann geht alles den Bach runter und die Welt sowie unsere Band lösen sich auf.
Jetzt aber ohne Schmäh: es stehen echt ein paar geile Shows an. Am Besten wäre, ihr checkt alle Dates hier aus:  www.facebook.com/unavoidablepunk. Zum Beispiel sind wir mit My City Burning auf Tour und spielen ein paar weitere hoffentlich gute Gigs im österreichischen In- sowie europäischen Ausland.

Dann danke ich euch herzlich für’s Interview und hier könnt ihr noch ein paar Worte zum Schluss des Interviews loswerden!
Wir danken ebenso und werden ein paar Worte zum Schluss des Interviews los:
„A DECADE OF MASS DESTRUCTION – 10 YEARS OF UNAVOIDABLE – GO CHECK US OUT“

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