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And the Oscar 2013 goes to…? – Gewinner-Check 3/3

And the Oscar 2013 goes to…? – Gewinner-Check 3/3

Der beste Film? Das beste Originaldrehbuch? Was ist mit Waltz? Der letzte Teil des Specials zum Oscar 2013 liefert die Antworten.

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Bester Film – Nominees

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Redaktionstipp: Life of Pi (5/12 Stimmen)

Vieles spricht dafür, dass Lincoln den Oscar 2013 für den besten Film einheimst. Mit Steven Spielberg hat das Werk einen oscarerfahrenen Regisseur, der neben zahlreichen Nominierungen, die Auszeichnung für den besten Film auch schon einmal gewinnen konnte (1994 mit Schindlers Liste). Ernsthafte und politische Filme liegen bei der Academy normalerweise hoch im Kurs und, dass das Thema ein wichtiges Stück amerikanischer Geschichte behandelt, sollte auch nicht gerade ein Nachteil sein. Und natürlich ist es schlicht und einfach auch ein guter Streifen. Aber allein schon aus patriotischen Gründen wird die Biografie des ehemaligen US-Präsidenten und Volkshelden Abraham Lincoln, viele Amerikaner auf seine Seite ziehen. Bei einem Durchschnittsalter von 62 in der Academy of Motion Picture Arts and Sciences – kurz AMPAS -, liegt die Vermutung nahe, dass manche Mitglieder Lincoln sogar noch persönlich kennenlernen durften. 

Auch bei den anderen sogenannten Favoriten handelt es sich um Filme mit politischen Themen. Ben Affleck erzählt in Argo die Geschichte der Geiselnahme in Teheran 1979 und der Befreiungsaktion, Kathryn Bigelow’s Zero Dark Thirty behandelt die Liquidierung des Al-Quaida-Führers Osama bin Laden 2011. Life of Pi, Amour, Silver Linings, Les Misérables, Beasts of the Southern Wild und Django Unchained liegen dahinter sozusagen in Lauerstellung. Es wird mit Sicherheit eine enge Angelegenheit. Seit 2012 werden zwischen fünf bis zehn Filme nominiert. Dass es heuer wieder neun geworden sind, zeigt das hohe Niveau, auf dem man sich befindet. Michael Haneke könnte mit Amour einen Sieg feiern, der in Österreich für Furore sorgen würde. Aber dieser Fall ist wohl eher unwahrscheinlich. Enemy.at tippt auf Ang Lees Life of Pi. Das märchenhafte Epos über einen jungen Inder, der mit einem Tiger mitten im Pazifik Schiffbruch erleidet, wäre ein verdienter Sieger.

Bester Nebendarsteller – Nominees

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Redaktionstipp: Christoph Waltz (8/12 Stimmen)

In Österreich ist man sich bereits sicher: Christoph Waltz erhält 2013 seinen zweiten Oscar als bester Nebendarsteller, nach der Verkörperung des SS-Offiziers Hans Landa in Quentin Tarantinos Inglourious Basterds. Spätestens seit der Auszeichnung mit dem Golden Globe, für seine Darstellung des Dr. King Schultz in Django Unchained, geht er als Favorit in die Verleihung. Doch es gibt auch Dinge, die dagegen sprechen, dass Waltz‘ erneute Zusammenarbeit mit Tarantino auch zur neuerlichen Oscarprämierung führt. Zum einen ist es seine Interpretation der Figur. Auch wenn er diesmal einen der „Guten“ spielt, die Art zu reden und zu gestikulieren erinnert an seine Oscarrolle von vor drei Jahren. Die Grandiosität seiner Leistung ungeachtet, oft glaubt man Hans Landa vor sich zu haben. Und man bekommt nicht zwei Oscars für dieselbe Darstellung.

Zum anderen ist es die überaus starke Konkurrenz. Robert de Niro, Tommy Lee Jones, Alan Arkin und Philip Seymour Hoffman sind Namen, die man nicht erst seit gestern in Hollywood kennt. Unglaublich ist: Alle fünf Nominierten haben bereits einen Oscar gewonnen, de Niro sogar schon zwei. Es ist die wohl spannendste Entscheidung beim Oscar 2013. Die Enemy-Redaktion glaubt an die erneute Prämierung von Christoph Waltz.

Bestes Originaldrehbuch – Nominees

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Redaktionstipp: Django Unchained (5/12 Stimmen)

Schon wieder könnte ein Österreicher einen Academy Award gewinnen, erneut ist es Michael Haneke. Das beste Originaldrehbuch ist die fünfte Hauptkategorie, in der Amour nominiert ist. Eine Auszeichnung wäre allerdings eine kleine Überraschung, denn die Favoriten sind andere.

Quentin Tarantino ist mit Django Unchained wieder ein heißer Anwärter auf den Drehbuchoscar gelungen. Es wäre sein Zweiter nach dem Preis für Pulp Fiction 1994. Ebenso wie für Mark Boal, der für Dark Zero Thirty geehrt werden könnte. Er bekam seinen Ersten 2010 für The Hurtlocker. Flight und Moonrise Kingdom dürfen sich ebenfalls Hoffnungen machen. Die Redaktion tippt auf Django Unchained.

Bestes Szenenbild – Nominees

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Redaktionstipp: Der Hobbit (5/12 Stimmen)

2004 konnte Peter Jacksons Team diesen Oscar für Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs gewinnen. 2013 soll dieses Kunststück mit Der Hobbit wiederholt werden. Ob das gelingt, wird man sehen, die Mitbewerber sind jedensfalls auch gut aufgestellt.

Anna Karenina, Les Misérables, Life of Pi und Lincoln – das sind alles sehr aufwendige und detailverliebte Werke. Jeder dieser Filme könnte berechtigterweise einen Academy Award für das beste Szenenbild erhalten. Allein – es gibt eben nur einen. Und wenn es nach den Redakteuren von enemy.at geht, erhält den Der Hobbit.

Beste Kamera – Nominees

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Redaktionstipp: Django Unchained (5/12 Stimmen)

Robert Richardson ist der bevorzugte Kameramann von Quentin Tarantino und Martin Scorsese und hat bereits drei Oscars zu Hause stehen. Mit seiner neuesten Zusammenarbeit mit Tarantino bei Django Unchained könnte ihm nun der vierte Streich gelingen.

Dabei haben allerdings die Kameramänner von Anna Karenina, Life of Pi, Lincoln und Skyfall noch ein Wörtchen mitzureden. Allesamt erfahrene Männer, die im Jahr 2012 wunderschöne Bilder abgeliefert haben. Gefährlichster Herausforderer für Richardson ist Claudio Miranda mit seiner Arbeit bei Life of Pi.

Bester Dokumentarfilm – Nominees

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Redaktionstipp: The Invisible War (6/12 Stimmen)

Würde der Oscar in Deutschland vergeben, würde wohl The Invisible War mit Sicherheit gewinnen. Angesichts der aktuellen Sexismusdebatte würde kein Weg an der Dokumentation vorbeiführen. The Invisible War handelt nämlich von sexuellen Übergriffen in US Army. Aber auch wenn die Academy Awards in Los Angeles verliehen werden, darf sich der Film berechtigte Hoffnungen machen.

In Searching for Sugar Man suchen zwei Südafrikaner einen totgeglaubten Musiker. 5 Broken Cameras behandelt den Konflikt zwischen Palästinensern und Israelis, The Gatekeepers erzählt von der Arbeit des israelischen Geheimdienstes und How to survive a plague widmet sich den ersten Jahren von AIDS.

Bester Dokumentar-Kurzfilm – Nominees

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Redaktionstipp: Inocente, Mondays at Racine und Redemption mit jeweils drei Stimmen

Als ein nicht unwahrscheinlicher Sieger gilt Open Heart. Der Kurzfilm zeigt eine Klinik im Sudan, die gratis lebensrettende Herzoperationen bei Kindern durchführt. Sie ist damit die Einzige in Afrika. In Mondays at Racine erzählen krebskranke Frauen von ihrem Weg mit der Krankheit umzugehen.

Außerdem haben Inocente, Kings Point und Redemption Chancen auf die Trophäe. Die Redaktion konnte sich nicht einigen und die Abstimmung ergab gleich drei Tipps. Es wär wohl recht peinlich, wenn der Sieger da nicht dabei ist.

Beste visuelle Effekte – Nominees

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Redaktionstipp: Der Hobbit und Life of Pi mit jeweils vier Stimmen

Die Kategorie „Beste visuelle Effekte“ wird wohl zum Zweikampf. Geht der Oscar 2013 nicht an Der Hobbit oder Life of Pi, wäre das eine handfeste Überraschung. Gleich wie bei der Herr der Ringe-Trilogie wurden beim Hobbit wieder Orks, Trolle und Gollum animiert um ein stimmiges Bild von Mittelerde zu ergeben. Bei Life of Pi sticht vor allem der Tiger Richard Parker heraus, der vollkommen am Computer entstanden ist.

Das Feld komplettiern The Avengers, Prometheus und Snow White and the Huntsman. Die Enemy-Redakteure waren sich erneut nicht einig und stimmten je viermal für einen der Favoriten.

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