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Atoms For Peace – Amok

Atoms For Peace – Amok

Atoms For Peace nennt sich die neue Supergroup! Diese sind immer so eine Sache. Man erwartet das Unendliche, weil die Bandmitglieder alle aus großartigen Bands kommen und wird dann enttäuscht. Nicht so beim neuen Streich von Radiohead Frontmann Thom Yorke – er versammelt Flea (Bass/Red Hot Chili Peppers), Nigel Godrich (Keyboard, Synthesizer/Produzent Radiohead), Joey Waronker (Drums/R.E.M, Beck) und Mauro Refosco (Percussion) um sich und präsentiert mit “Amok“ ein Album, das auch nach mehreren Hördurchgängen noch Spaß macht.

Nach seinem Soloprojekt, der Kollaboration mit Modeselektor und seinen weit bekannten Tanzmoves zur Single “Lotus Flower“ hat Thom Yorke offensichtlich Spaß daran gefunden, Rhythmus mit hypnotisierenden Melodien in Einklang zu bringen. Die Reise in das abstrakte Universum beginnt mit dem Opener “Before Your Very Eyes“ – eine sich in den Gehörgängen festsetzende Melodie, ein programmierter Beat, Percussion und darüber die unverkennbare Stimmte von Thom Yorke.

CD Cover "Amok" von Atoms for Peace

Eines der Highlights der Platte ist “Ingenue“. Die, wie Regentropfen klingende, Percussion im Hintergrund trägt das Stück über die viereinhalb Minuten, während Synthesizer und Bass abwechselnd gegen den Kopf drücken und ins Gehirn eindringen. “Amok“ – der Name ist Programm. Man möchte mit dem Beat mitlaufen und ab und zu eine Wand zertrümmern. Man möchte den Refrain von “Default“ laut mitsingen und wünscht sich im gleichen Atemzug wieder in die vertrackte Strophe zurück.

Was Atoms For Peace  (Homepage) ausmacht ist die Fähigkeit aller Musiker, sich zurückzuhalten. Flea, der in Red Hot Chili Peppers Nummern wie “Around the World“ seine Fähigkeit, Bass zu spielen mehr als ausreichend bewiesen hat, hält sich genauso elegant im Hintergrund wie Thom Yorke sich selbst als Sänger, nicht aber als Frontmann bezeichnet.

Trotz der namensstarken Besetzung legt Atoms For Peace hier kein Album vor, dass darauf ausgelegt ist, sich einfach nur gut zu verkaufen. Kunst addiert sich nicht nach den Regeln der Mathematik. Vermischt man zwei Farben, entsteht eine neue Farbe. Vermischt man fünf Künstler, entsteht auch etwas Neues. Der Maler ist zwar Thom Yorke, aber seine Farbpalette wird von seinen Bandmitgliedern ordentlich durchgemischt und genau so klingt „Amok“.

Atoms For Peace – „Amok“

Für Fans von: Radiohead, Red Hot Chili Peppers
Xl/Beggars Group (Indigo)
VÖ: 22.02.2013
Limitied Edition gesehen um €16,99

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